„Die Ahr ist ein junges Anbaugebiet. Natürlich hat das Tal eine lange Weinbaugeschichte, aber alles, was für Weininteressierte wichtig ist, passierte in den letzten drei, vier Jahrzehnten. Werner Näkel war der Erste, der das Potenzial der Region nutzte, um eigenständige, große deutsche Spätburgunder zu produzieren. In den achtziger Jahren war dies, damals, als eigentlich niemand an der Ahr trockene Weine erzeugt hat und der Ausbau im Barrique unbekannt war. Heute ist Barriqueausbau bei den Spitzenweinen die Regel, großer Pinot Noir braucht Barrique. Lange Zeit hat man die Spitzenweine viel zu früh abgefüllt, auch das hat sich geändert.
Eine weitere entscheidende Veränderung betrifft die Rebsorten. Vor 30 Jahren gab es jeweils gut 20 Prozent Riesling, Portugieser und Spätburgunder, dazu Müller-Thurgau und Frühburgunder. Heute dominieren die roten Rebsorten, besser gesagt: Eine rote Rebsorte, der Spätburgunder. Und abhängig vom leichten Rückgang der roten Rebsorten: Spätburgunder hat in den letzten Jahren weiter zugelegt und nimmt nun 65 Prozent der Weinberge der Ahr ein; hinzu kommen 6 Prozent Frühburgunder (Pinot Noir Précoce).
Die Böden an der Ahr sind recht vielfältig, im westlichen, oberen Teil des Weinbaugebiets findet man steinhaltige Böden, die teilweise von Schiefer, Sandstein (Grauwacke) und vulkanischem Gestein geprägt sind, die Weinberge sind meist steiler als weiter flussabwärts, ein Teil der Weinberge ist in Terrassen angelegt. Im östlichen, unteren Teil des Weinbaugebietes findet man tiefgründige, lössreiche Böden, Schieferlehm, Lösslehm, aber auch Grauwacke und etwas Basalt. In Flussnähe findet man auch Schwemmlandböden mit sandig-kiesigem Lehm.
Als eines der kleinsten deutschen Weinanbaugebiete hat die Ahr es geschafft, sich bundesweit und auch im Ausland einen Namen zu machen, und auch touristisch hat sich das Ahrtal entwickelt von einem Billig-Tourismus hin zu Genuss- und Weintourismus.
Die verheerende Flutkatastrophe im Sommer 2021 hat auch viele Weingüter zerstört, Häuser und Keller, Ausrüstung und Maschinen, manchem Weingut ist ein kompletter Jahrgang verlorengegangen, auch die Weinberge wurden teils in Mitleidenschaft gezogen.
Spätburgunder dominiert ganz klar, kein Wunder also, dass sich unter den großen Weinen der Ahr ausschließlich Spätburgunder befinden – und misst man die Anzahl der großen Weine an der Anbaufläche der Region, so gibt es an der Ahr mehr Topweine als in allen anderen deutschen Weinbaugebieten.“
2024 brachte aufgrund der Frühjahrsfröste nur eine mengenmäßig sehr kleine Ernte, qualitativ aber ist 2024 an der Ahr groß. Der Deutzerhof präsentiert seine bisher beste Kollektion, die Lagen sind hervorragend herausgearbeitet. Stodden und Meyer-Näkel sind großartig wie immer, und Jan Riske ist besser denn je. Zwei sehr unterschiedliche Aufsteiger können wir präsentieren: Pollig & Schmidt mit einem auf Präzision angelegten, eher kargen Pinot-Stil und Wolfgang Schulze-Icking (Weingut Max Schell) mit eher üppigen Weinen; auch die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr präsentiert ihre bisher beste Kollektion. Unsere Entdeckung des Jahres ist Oliver Schell aus Rech, der eine Reihe kraftvoller, üppiger Pinot Noirs präsentiert. Und besonders spannend ist auch unsere Wieder-Entdeckung Lukas Sermann, der erstmals seit der Flutkatastrophe wieder Weine präsentiert hat, die ebenfalls besser denn je zuvor sind.
2024 brachte aufgrund der Frühjahrsfröste nur eine mengenmäßig sehr kleine Ernte, qualitativ aber ist 2024 an der Ahr groß. Der Deutzerhof präsentiert seine bisher beste Kollektion, die Lagen sind hervorragend herausgearbeitet. Stodden und Meyer-Näkel sind großartig wie immer, und Jan Riske ist besser denn je. Zwei sehr unterschiedliche Aufsteiger können wir präsentieren: Pollig & Schmidt mit einem auf Präzision angelegten, eher kargen Pinot-Stil und Wolfgang Schulze-Icking (Weingut Max Schell) mit eher üppigen Weinen; auch die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr präsentiert ihre bisher beste Kollektion. Unsere Entdeckung des Jahres ist Oliver Schell aus Rech, der eine Reihe kraftvoller, üppiger Pinot Noirs präsentiert. Und besonders spannend ist auch unsere Wieder-Entdeckung Lukas Sermann, der erstmals seit der Flutkatastrophe wieder Weine präsentiert hat, die ebenfalls besser denn je zuvor sind.
„Mit knapp 16.000 Hektar Weinbergen ist Baden der Fläche nach das drittgrößte deutsche Anbaugebiet. Keine andere deutsche Weinbauregion ist aber so heterogen wie Baden: Schließlich liegen ja auch 400 Kilometer zwischen Tauberfranken im Norden und dem Bodensee oder dem Markgräflerland im Süden.
Die Region Baden ist in insgesamt neun Bereiche eingeteilt, die sich sowohl hinsichtlich der angebauten Rebsorten, als auch hinsichtlich der Böden und der erzeugten Weine deutlich voneinander unterscheiden.
Wichtigste Rebsorte in Baden ist der Spätburgunder, der ein knappes Drittel der Fläche einnimmt. Danach folgen Grauburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder, Riesling hat weiter an Boden verloren folgt hinter Gutedel an sechster Stelle in der Statistik.
Zwanzig Spätburgunder haben die Kriterien für dieses Buch erfüllt, Baden ist die führende deutsche Anbauregion für Spätburgunder. An zweiter Stelle folgen Weine aus einer Rebsorte, die in der badischen Statistik nicht unter den ersten sechs zu finden ist, aber derzeit stark zulegt: Chardonnay. Baden ist auch das bisher einzige deutsche Anbaugebiet, in dem der regionale VDP-Verband die Rebsorte für Große Gewächse zugelassen hat, neben Spätburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder und Riesling. Es folgen Weißburgunder und Grauburgunder sowie ein Blaufränkisch, denn im Norden von Baden wird wie im benachbarten Württemberg recht viel Blaufränkisch angebaut, und sogar der VDP trägt dem Rechnung und hat für Kraichgau und Badische Bergstraße die Rebsorte für Große Gewächse zugelasssen.
Die Hälfte der Spätburgunder stammt vom Kaiserstuhl, es folgen Breisgau und Markgräflerland und auch Tauberfranken und Badische Bergstraße sind je einmal vertreten.
Beim Chardonnay stellt der Kaiserstuhl die Hälfte der Weine, zwei kommen aus dem Breisgau, einer aus dem Markgräflerland. Aus dem Breisgau stammt einer der Weißburgunder, die anderen beiden kommen vom Kaiserstuhl, und die beiden Grauburgunder schließlich stammen beide vom Kaiserstuhl.
Auch wenn der Bereich Kaiserstuhl klar dominiert: So eindeutig wie früher ist die Dominanz nicht mehr, der Breisgau ist immer spannender geworden und derzeit tut sich im südlichsten badischen Anbaugebiet, im Markgräflerland, besonders viel.“
2024 brachte aufgrund der Frühjahrsfröste nur eine mengenmäßig sehr kleine Ernte, qualitativ aber ist 2024 an der Ahr groß. Der Deutzerhof präsentiert seine bisher beste Kollektion, die Lagen sind hervorragend herausgearbeitet. Stodden und Meyer-Näkel sind großartig wie immer, und Jan Riske ist besser denn je. Zwei sehr unterschiedliche Aufsteiger können wir präsentieren: Pollig & Schmidt mit einem auf Präzision angelegten, eher kargen Pinot-Stil und Wolfgang Schulze-Icking (Weingut Max Schell) mit eher üppigen Weinen; auch die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr präsentiert ihre bisher beste Kollektion. Unsere Entdeckung des Jahres ist Oliver Schell aus Rech, der eine Reihe kraftvoller, üppiger Pinot Noirs präsentiert. Und besonders spannend ist auch unsere Wieder-Entdeckung Lukas Sermann, der erstmals seit der Flutkatastrophe wieder Weine präsentiert hat, die ebenfalls besser denn je zuvor sind.
2024 brachte aufgrund der Frühjahrsfröste nur eine mengenmäßig sehr kleine Ernte, qualitativ aber ist 2024 an der Ahr groß. Der Deutzerhof präsentiert seine bisher beste Kollektion, die Lagen sind hervorragend herausgearbeitet. Stodden und Meyer-Näkel sind großartig wie immer, und Jan Riske ist besser denn je. Zwei sehr unterschiedliche Aufsteiger können wir präsentieren: Pollig & Schmidt mit einem auf Präzision angelegten, eher kargen Pinot-Stil und Wolfgang Schulze-Icking (Weingut Max Schell) mit eher üppigen Weinen; auch die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr präsentiert ihre bisher beste Kollektion. Unsere Entdeckung des Jahres ist Oliver Schell aus Rech, der eine Reihe kraftvoller, üppiger Pinot Noirs präsentiert. Und besonders spannend ist auch unsere Wieder-Entdeckung Lukas Sermann, der erstmals seit der Flutkatastrophe wieder Weine präsentiert hat, die ebenfalls besser denn je zuvor sind.
Der Großteil der Weinberge an der Hessischen Bergstraße (Bereich Starkenburg) liegt zwischen Heppenheim und Zwingenberg an den Hängen des Odenwaldes. In Zwingenberg, Auerbach und Bensheim herrschen Granitverwitterungsböden vor, während in einigen Heppenheimer Lagen auch gelber Buntsandstein zu finden ist. Dazu gibt es aber auch bei Groß-Umstadt (Quarzporphyrböden) und Rossdorf einige Weinberge, die zum zweiten Bereich Umstadt zählen.
Die meisten Trauben an der Hessischen Bergstraße werden von der Genossenschaft in Heppenheim, Bergsträsser Winzer genannt, verarbeitet. Wichtigste Rebsorte ist der Riesling, der 46 Prozent der Fläche einnimmt, in den letzten Jahren aber zurückgegangen ist. Es folgen Spätburgunder und Grauburgunder, dann Müller-Thurgau und Silvaner. Daneben gibt es nennenswerte Mengen an Kerner, Weißburgunder, Dornfelder, Ehrenfelser, Scheurebe und Gewürztraminer. Rote Sorten nehmen inzwischen 21 Prozent der Rebfläche ein. Bisher war die Hessische Bergstraße für ihre Rieslinge bekannt, vor allem die edelsüßen. Weiß- und Grauburgunder haben in den letzten Jahren deutlich an Kontur gewonnen. Gleiches gilt für Rotweine, die nicht nur der Fläche nach immer mehr an Bedeutung gewinnen, sondern auch Jahr für Jahr interessantere Ergebnisse bringen.
Auch dieses Jahr wieder gehört der Fürstenlager-Spätburgunder von Schloss Schönberg zu den Besten des Jahrgangs in Deutschland – Burgund an der Hessischen Bergstraße? Warum nicht, auch wenn die Böden völlig verschieden sind, aber die oft auf kleinem Raum unterschiedlichen Böden der Hessischen Bergstraße bieten ein großes Potential. Und Schloss Schönberg zeigt mit drei Spätburgundern – vom Löss, vom Granit, vom Ranker – dass man Terroir schmecken kann.
Auch das Schwester-Weingut Griesel & Compagnie gehört Jahr für Jahr zur deutschen Spitze, allerdings mit Sekt, ist dabei als erstes Sekthaus in Deutschland Lagensekte von unterschiedlichen Rebsorten und verschiedenen Einzellagen zu etablieren, ein Projekt, das Zeit beansprucht.
Weiter voran geht es auch bei unserer Entdeckung des vergangenen Jahres, dem Weingut Barnert & Drewitz, bei dem uns diesmal ein Silvaner von alten Reben am besten gefallen hat. Immer eine sichere Bank ist Simon-Bürkle, wo Riesling die Spezialität ist neben kraftvollen Rotweinen. Rotweine stehen meist auch an der Spitze bei Lisa Edling in Roßdorf, dieses Jahr ist es ein Cabernet Sauvignon, und kein anderer experimentiert mit so vielen verschiedenen roten Rebsorten wie Hanno Rothweiler. Bei Barbara Amthor spielen Weißweine die Hauptrolle, inzwischen auch alkoholfrei, und die Bergsträsser lassen mal wieder mit edelsüßen Weinen aufhorchen.
Auch dieses Jahr wieder gehört der Fürstenlager-Spätburgunder von Schloss Schönberg zu den Besten des Jahrgangs in Deutschland – Burgund an der Hessischen Bergstraße? Warum nicht, auch wenn die Böden völlig verschieden sind, aber die oft auf kleinem Raum unterschiedlichen Böden der Hessischen Bergstraße bieten ein großes Potential. Und Schloss Schönberg zeigt mit drei Spätburgundern – vom Löss, vom Granit, vom Ranker – dass man Terroir schmecken kann.
Auch das Schwester-Weingut Griesel & Compagnie gehört Jahr für Jahr zur deutschen Spitze, allerdings mit Sekt, ist dabei als erstes Sekthaus in Deutschland Lagensekte von unterschiedlichen Rebsorten und verschiedenen Einzellagen zu etablieren, ein Projekt, das Zeit beansprucht.
Weiter voran geht es auch bei unserer Entdeckung des vergangenen Jahres, dem Weingut Barnert & Drewitz, bei dem uns diesmal ein Silvaner von alten Reben am besten gefallen hat. Immer eine sichere Bank ist Simon-Bürkle, wo Riesling die Spezialität ist neben kraftvollen Rotweinen. Rotweine stehen meist auch an der Spitze bei Lisa Edling in Roßdorf, dieses Jahr ist es ein Cabernet Sauvignon, und kein anderer experimentiert mit so vielen verschiedenen roten Rebsorten wie Hanno Rothweiler. Bei Barbara Amthor spielen Weißweine die Hauptrolle, inzwischen auch alkoholfrei, und die Bergsträsser lassen mal wieder mit edelsüßen Weinen aufhorchen.
„In keinem anderen deutschen Weinanbaugebiet wird prozentual so wenig Riesling angebaut als in Franken. Was fränkische Winzer nicht daran hindert, auch hervorragende Rieslinge zu erzeugen, immerhin sechs Weine haben die Kriterien für die Aufnahme in dieses Buch erfüllt. Womit Riesling mengenmäßig vor Spätburgunder und Weißburgunder liegt, auch ein Chardonnay und eine rote Cuvée finden sich in dieser Ausgabe.
Klare Nummer Eins in Franken aber ist der Silvaner, der in den beiden letzten Jahrzehnten eine Renaissance erfahren hat und inzwischen auch die meistangebaute Rebsorte in Franken ist, hat er doch kürzlich den lange Jahre führenden Müller-Thurgau überholt.
Bis in das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hinein hat man versucht Silvaner immer noch später zu ernten bei immer geringeren Erträgen, was zu mehr Alkohol führte und oft einherging mit höheren Restzuckerwerten. Diesen Irrweg hat man verlassen, hat sich darauf besonnen, dass hohe Alkoholwerte nicht zu Silvaner passen und Restsüße schon gar nicht, hatte sich doch Franken einst ein Renommee geschaffen für besonders trockene, durchgegorene Weine – „fränkisch trocken“ genannt.
Trockener Silvaner ist die fränkische Spezialität, und bei den Spitzenwinzern heißt trocken heute wieder ganz selbstverständlich durchgegoren. Aber auch zwei edelsüße Silvaner haben die Kriterien zur Aufnahme erfüllt, beide von Horst Sauer und beide aus dem Escherndorfer Lump, der Lage, aus der gleich sechs Weine hier vorgestellt werden. Sie wachsen auf Muschelkalkböden wie fast alle präsentierten Silvaner, nur ein einziger stammt vom Keuper.
Von den vier vorgestellten Spätburgunder stammen gleich drei vom Weingut Rudolf Fürst, und alle drei sind auf Buntsandstein gewachsen; der vierte Wein, der Spätburgunder Maustal der Familie Luckert, kommt vom Muschelkalk.
Von den beiden Weißburgundern stammt jeweils einer von Muschelkalk und vom Buntsandstein. Chardonnay wird wie überall in Deutschland auch in Franken immer wichtiger, der einzige der die Aufnahmekriterien erfüllt und den es vor allem schon lange genug gibt, stammt vom Weingut Rudolf Fürst, ist aber anders als die anderen Fürst-Weine nicht auf Buntsandstein sondern auf Muschelkalk gewachsen. Hinzu kommt mit dem Grand Noir ein fränkischer „Exot“, denn rote Cuvées findet man nicht allzu häufig in der Region.“
Franken darf sich glücklich schätzen, denn Silvaner ist in der Spitze besser denn je und auch in der Basis und im Mittelsegment gibt es enorm viele überzeugende Silvaner, oft im Schnäppchenformat.
Und Franken darf sich glücklich schätzen, dass das Weingut Fürst in Bürgstadt Weltklasse-Spätburgunder und das Weingut Horst Sauer in Eschendorf Weltklasse Edelsüße erzeugt. Aber nicht nur mit Silvaner und Spätburgunder bietet Franken großes Kino. Dazu später mehr.
Zunächst einmal widmen wir uns den neuen Weingütern, worunter sich einige höchst ungewöhnliche Betriebe befinden. Da ist die Weinarche21 von Kristina Rumpel und Rainer Voll, die ausschließlich Weine in Amphoren erzeugt. Oder das Weingut Bleimer Schloss von Harald Eberhard, das Wein von den kargen Jura-Böden des Altmühltals erzeugt. Beide sind bio-zertifiziert, was auch auf das Weingut Drescher in Sommerach zutrifft. Alle weiteren Neuzugänge kommen vom westlichen Ende Frankens, und alle sind sehr klein Betriebe: Luc Reuter in Klingenberg, Tobias Ott in Erlenbach, ebenfalls bio-zertifiziert, Nikolas Scherer in Großwallstadt und schließlich die Rieslingapostel in Michelbach.
Hinzu kommen bemerkenswerte Aufsteiger. Bei Jürgen Hofmann in Röttingen bringt Tochter Sophie neuen Schwung in den Betrieb, und Christian Ottenbreit in Obernbreit marschiert stetig voran, seit er vor drei Jahren unsere Entdeckung des Jahres in Deutschland war. Aber auch bei Weingütern in größeren und bekannteren fränkischen Weinbaugemeinden geht es voran. Bei Alex Huber & Nina Bunzelt in Nordheim, bei Florian Reus und Markus Schmachtenberger in Randersacker, bei der Familie Wenninger vom Felshof in Sommerhausen, bei Nicolas Olinger in Iphofen und schließlich auch bei Robert und Simon Ruppenstein, die aus einer weniger bekannten Gemeinde stammen, Oberschwarzach.
Auch beim Sekt ist Franken in Deutschland ganz oben mit dabei, gleich drei großartige Kollektionen konnten wir verkosten, von Martin Steinmann (Schloss Sommerhausen), Carsten Höfer sowie Laura Burkhardt und Sebastian Schür.
Die Luckerts vom Zehnthof, Rainer und Christian Müller sowie Daniel Sauer sind dieses Jahr beim Silvaner besonders stark, und das nicht nur in der Spitze, aber auch Wolfgang Glaser, Horst Sauer, Paul Weltner, Harald Brügel und Rudolf May; Stefan Vetter pflegt seinen eigenen Stil.
Sebastian Fürst ist nicht nur mit seinen Spätburgunder großartig, auch mit Riesling, Weißburgunder und Chardonnay gehört er zur absoluten Spitze. Bei Spätburgunder ist auch Jürgen Hoffmann super stark, ebenso Martin Schmitt (Schmitt‘s Kinder), bei Chardonnay Richard Östreicher und der Zehnthof, bei Riesling die Müllers, Daniel Sauer und der Zehnthof, aber auch das Bürgerspital, Johannes Höfler, Ludwig Knoll und Horst Sauer, der darüber hinaus im Jahrgang 2025 besonders faszinierende edelsüße Weine erzeugt hat – wie nunmehr seit drei Jahrzehnten: Eine großartige Leistung!
Franken darf sich glücklich schätzen, denn Silvaner ist in der Spitze besser denn je und auch in der Basis und im Mittelsegment gibt es enorm viele überzeugende Silvaner, oft im Schnäppchenformat.
Und Franken darf sich glücklich schätzen, dass das Weingut Fürst in Bürgstadt Weltklasse-Spätburgunder und das Weingut Horst Sauer in Eschendorf Weltklasse Edelsüße erzeugt. Aber nicht nur mit Silvaner und Spätburgunder bietet Franken großes Kino. Dazu später mehr.
Zunächst einmal widmen wir uns den neuen Weingütern, worunter sich einige höchst ungewöhnliche Betriebe befinden. Da ist die Weinarche21 von Kristina Rumpel und Rainer Voll, die ausschließlich Weine in Amphoren erzeugt. Oder das Weingut Bleimer Schloss von Harald Eberhard, das Wein von den kargen Jura-Böden des Altmühltals erzeugt. Beide sind bio-zertifiziert, was auch auf das Weingut Drescher in Sommerach zutrifft. Alle weiteren Neuzugänge kommen vom westlichen Ende Frankens, und alle sind sehr klein Betriebe: Luc Reuter in Klingenberg, Tobias Ott in Erlenbach, ebenfalls bio-zertifiziert, Nikolas Scherer in Großwallstadt und schließlich die Rieslingapostel in Michelbach.
Hinzu kommen bemerkenswerte Aufsteiger. Bei Jürgen Hofmann in Röttingen bringt Tochter Sophie neuen Schwung in den Betrieb, und Christian Ottenbreit in Obernbreit marschiert stetig voran, seit er vor drei Jahren unsere Entdeckung des Jahres in Deutschland war. Aber auch bei Weingütern in größeren und bekannteren fränkischen Weinbaugemeinden geht es voran. Bei Alex Huber & Nina Bunzelt in Nordheim, bei Florian Reus und Markus Schmachtenberger in Randersacker, bei der Familie Wenninger vom Felshof in Sommerhausen, bei Nicolas Olinger in Iphofen und schließlich auch bei Robert und Simon Ruppenstein, die aus einer weniger bekannten Gemeinde stammen, Oberschwarzach.
Auch beim Sekt ist Franken in Deutschland ganz oben mit dabei, gleich drei großartige Kollektionen konnten wir verkosten, von Martin Steinmann (Schloss Sommerhausen), Carsten Höfer sowie Laura Burkhardt und Sebastian Schür.
Die Luckerts vom Zehnthof, Rainer und Christian Müller sowie Daniel Sauer sind dieses Jahr beim Silvaner besonders stark, und das nicht nur in der Spitze, aber auch Wolfgang Glaser, Horst Sauer, Paul Weltner, Harald Brügel und Rudolf May; Stefan Vetter pflegt seinen eigenen Stil.
Sebastian Fürst ist nicht nur mit seinen Spätburgunder großartig, auch mit Riesling, Weißburgunder und Chardonnay gehört er zur absoluten Spitze. Bei Spätburgunder ist auch Jürgen Hoffmann super stark, ebenso Martin Schmitt (Schmitt‘s Kinder), bei Chardonnay Richard Östreicher und der Zehnthof, bei Riesling die Müllers, Daniel Sauer und der Zehnthof, aber auch das Bürgerspital, Johannes Höfler, Ludwig Knoll und Horst Sauer, der darüber hinaus im Jahrgang 2025 besonders faszinierende edelsüße Weine erzeugt hat – wie nunmehr seit drei Jahrzehnten: Eine großartige Leistung!
Nur das benachbarte Rheingau hat einen ähnlich hohen Rieslinganteil wie der Mittelrhein. Auch wenn der Rieslinganteil stark rückläufig ist, so liegt er doch immer noch bei 67 Prozent. Es folgen Spätburgunder, Müller-Thurgau und Kerner. Auch am Mittelrhein ist der Trend hin zu den Burgundersorten und zu Rotwein augenfällig. Gerade die Hinwendung zu Rotweinsorten finden wir bedenklich, denn die Stärke des Mittelrheins sind die vielen guten Rieslinge, zu meist moderaten Preisen. Bislang ist die Region noch den Beweis schuldig geblieben, dass sie hervorragende Rotweine erzeugen kann, auch wenn hin und wieder sehr gute Spätburgunder zu finden sind.
Viele der Weinberge befinden sich in schwer zu bewirtschaftenden Steillagen. Mit ein Grund dafür, dass die Rebfläche stetig abgenommen hat. Da muss man gar nicht fünfzig Jahre zurückgehen, als es noch 1.200 Hektar Weinberge am Mittelrhein gab. Oder ins 19. Jahrhundert, als über 2.000 Hektar mit Reben bepflanzt waren. Allein der Rückgang in den letzten Jahren ist sehr bedenklich. Viele der Feierabendwinzer bewirtschaften ihre Weinberge nicht mehr und finden weder Käufer noch Pächter für ihre kleinen Parzellen in Steillagen. Was in absoluten Zahlen vernachlässigbar zu sein scheint, ist bei prozentualer Betrachtung dramatisch. Allein in den letzten zehn Jahren sind so fast 200 Hektar Weinberge verschwunden. Der Rückgang ist inzwischen gestoppt.
Im südlichen Teil des Anbaugebietes, bei Bacharach, herrschen Schieferböden vor. Der größte Teil der Reben findet sich auf der linken Seite des Rheins, meist an Südhängen in den Seitentälern. Nördlich von Oberwesel, von St. Goarshausen bis auf die Höhe von Boppard, findet man die meisten Reben am rechten Rheinufer. Beim Rheinknick oberhalb von Boppard liegt, linksrheinisch als Südlage, der Bopparder Hamm, der größte zusammenhängende Weinberg am Mittelrhein. Hier herrschen wie in Bacharach Schieferböden vor. Nördlich von Koblenz, ganz im Norden des Anbaugebietes, wachsen die Reben an Südhängen am rechten Ufer des Rheins. Hier, z.B. bei Hammerstein und Leutesdorf, gibt es schwere Lössböden.
Der Winter und das Frühjahr 2025 waren sehr mild, Austrieb und Blüte verliefen problemlos. Die warme Witterung sorgte im Sommer für eine schnelle Reife. Anfang September begann die frühe Lese der Rieslingtrauben, jedoch unter Druck; es gab viel Regen, der die Ernte besonders im Süden der Region erschwerte und die Qualität der Trauben gefährdete. Trotzdem gelang es den Winzern eine nur leicht unterdurchschnittliche Menge qualitativ hochwertiger Trauben zu lesen. Die Spannbreite des Jahrgangs reicht von frischen Kabinettweinen bis zu konzentrierten Auslesequalitäten, höhere Prädikate sind selten vertreten. Die Rieslinge, die 70 Prozent der Weine ausmachen, sind aromatisch und frisch, besitzen Balance. Besonders hervorheben möchten wir die Kollektion der Geschwister Christiane Lambrich-Henrich & Matthias Lambrich vom Weingut Goswin Lambrich. Der Stil ihrer Rieslinge wird von Jahr zu Jahr präziser. Ihr trockener Basisriesling mit 10,5 Prozent Alkohol entspringt dem Wunsch leichte, frische Rieslinge zu erzeugen, weshalb sie sich vermehrt auf die Nebentäler um Oberwesel konzentrieren, die kühler sind als die exponierten Weinberge am Rhein. Auch dort erzeugen sie besonderes: ihr Riesling von wurzelechten Reben aus dem Bernstein ist einer der ambitioniertesten Weine der Region. Auch Florian Weingart begeistert uns wieder mit individuellen, markanten Rieslingen, was auch für Jörg Lanius gilt. Neu dabei das spannende Projekt der Familie Siebdrat mit dem Weingut Haus im Turm in Rhöndorf, wo man besonders auf Weiß- und Spätburgunder setzt. Auch Familie Bär in Bacharach stellt wieder große Ambitionen unter Beweis, ihre Rieslinge sind Terroir getrieben und anspruchsvoll.
Der Winter und das Frühjahr 2025 waren sehr mild, Austrieb und Blüte verliefen problemlos. Die warme Witterung sorgte im Sommer für eine schnelle Reife. Anfang September begann die frühe Lese der Rieslingtrauben, jedoch unter Druck; es gab viel Regen, der die Ernte besonders im Süden der Region erschwerte und die Qualität der Trauben gefährdete. Trotzdem gelang es den Winzern eine nur leicht unterdurchschnittliche Menge qualitativ hochwertiger Trauben zu lesen. Die Spannbreite des Jahrgangs reicht von frischen Kabinettweinen bis zu konzentrierten Auslesequalitäten, höhere Prädikate sind selten vertreten. Die Rieslinge, die 70 Prozent der Weine ausmachen, sind aromatisch und frisch, besitzen Balance. Besonders hervorheben möchten wir die Kollektion der Geschwister Christiane Lambrich-Henrich & Matthias Lambrich vom Weingut Goswin Lambrich. Der Stil ihrer Rieslinge wird von Jahr zu Jahr präziser. Ihr trockener Basisriesling mit 10,5 Prozent Alkohol entspringt dem Wunsch leichte, frische Rieslinge zu erzeugen, weshalb sie sich vermehrt auf die Nebentäler um Oberwesel konzentrieren, die kühler sind als die exponierten Weinberge am Rhein. Auch dort erzeugen sie besonderes: ihr Riesling von wurzelechten Reben aus dem Bernstein ist einer der ambitioniertesten Weine der Region. Auch Florian Weingart begeistert uns wieder mit individuellen, markanten Rieslingen, was auch für Jörg Lanius gilt. Neu dabei das spannende Projekt der Familie Siebdrat mit dem Weingut Haus im Turm in Rhöndorf, wo man besonders auf Weiß- und Spätburgunder setzt. Auch Familie Bär in Bacharach stellt wieder große Ambitionen unter Beweis, ihre Rieslinge sind Terroir getrieben und anspruchsvoll.
Denkt man an die Mosel, denkt man an Riesling. Schaut man in die Rebsortenstatistik, dann ist man ganz überrascht zu sehen, dass es an Mosel, Saar und Ruwer gerade einmal 62 Prozent Riesling gibt, so sehr hat sich bei den Konsumenten das Bild „Mosel = Riesling“ festgesetzt. Mit weitem Abstand folgen in der Statistik die Rebsorten Müller-Thurgau, Elbling, Spätburgunder und Weißburgunder.
Die Mosel stellt neben Baden die meisten Weine, die die Kriterien für die Auswahl als großer Wein erfüllt haben, und das obwohl eine Reihe von edelsüßen Rieslingen an dem Kriterium der Regelmäßigkeit der Produktion gescheitert sind, weil sie nunmal in vielen Jahren nicht erzeugt werden (können).
Das gilt nicht nur für Eisweine, die früher im Anbaugebiet besonders faszinierend waren und heute fast ganz verschwunden sind, sondern auch für Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, die zwar weiterhin erzeugt werden, aber eben nicht in jeder Lage und in allen Jahrgängen, so dass ausschließlich Spätlesen und Auslesen die definierten Kriterien erfüllen.
Riesling dominiert also an dieser Stelle, aber es finden sich nicht nur Rieslinge auf den folgenden Seiten, denn auch zwei Spätburgunder haben die Kriterien für große Weine erfüllt. Spätburgunder von der Mosel – man wird sich daran gewöhnen müssen, haben doch sowohl Bernkasteler Ring als auch Großer Ring (VDP) die Rebsorte inzwischen für Große Gewächse zugelassen.
Aber neben den beiden Spätburgundern, beide vom Weingut Markus Molitor, wird ausschließlich Riesling auf den folgenden Seiten präsentiert, und mehrheitlich süße und edelsüße Rieslinge – aber dafür steht die Mosel ja schließlich auch.
Überraschen mag eher wie viele trockene Rieslinge inzwischen bereits die Kriterien erfüllen, denn trocken spielte jahrzehntelang kaum eine Rolle im Anbaugebiet, denn bei vielen Konsumenten gibt es nicht nur die eingangs genannte Gleichsetzung von Mosel mit Riesling, sondern genauer noch die Prägung „Mosel = süßer Riesling“.
Der Verbrauchertrend in Deutschland aber geht ganz eindeutig hin zu trockenen Weinen, während süßer und edelsüßer Riesling vor allem im Ausland weiter gefragt ist, selbst wenn inzwischen auch international trockener deutscher Riesling im Kommen ist.
Die Moselwinzer konnten aus dem Jahrgang 2025 eine Fülle an hochwertigen Trauben ernten – und sehr viele Betriebe waren in der Lage, daraus überdurchschnittlich reife Rieslinge zu vinifizieren: von der Basis bis hinauf zu Großen Gewächsen oder Hochprädikaten. Saftig und vergleichsweise früh zugänglich sind die allermeisten Weine des Jahrgangs, quer durch alle Teile des Anbaugebietes. Was die trockene Basis angeht, so sind Betriebe wie Franzen oder Selbach-Oster, aber auch sehr viele andere hervorzuheben: Die Gutsrieslinge zeigen bei etlichen Winzern ein sehr beachtliches Niveau, auch mit den Vertretern von Sauvignon Blanc oder Weißburgunder, Chardonnay und Grauburgunder kann man sich vielfach gut und schnell anfreunden. Sehr empfehlenswerte Weine dieser Riesling-Alternativen entstanden nicht nur an der Obermosel (etwa bei Frieden-Berg), sondern auch anderswo in der Region.
Was die trockenen Spitzenrieslinge betrifft, gibt es ebenfalls viel Erfreuliches zu berichten. Bei Grans-Fassian und Schloss Lieser wurden sehr präsente Lagenweine der Großes Gewächs-Kategorie gefüllt, und die durchgegorenen Spitzen von Fritz Haag zeigen eine Präzision, die mit der vieler Rieslinge gleicher Kategorie aus anderen deutschen Anbaugebieten mithalten kann. Was etwa Franz-Josef Eifel in diesem Segment zu leisten versteht, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dass einige Betriebe erst 2024er vorstellten, die mit einer Mischung aus Würze und Finesse punkten, ist ebenfalls zu erwähnen. Nik Weis überzeugt mit seinem Layet, Wegeler hatte gleich mehrere 2024er im Sortiment, auch Kirsten-Liebieg und Clemens Busch sind in dieser Hinsicht zu loben. Was die Winzer der Saar angeht: Sie konnten aus 2025 trockene Spitzen mit einer bemerkenswerten Balance zwischen Druck und Finesse erzeugen. Cantzheim überzeugte komplett, Othegraven auch, und die 2025er Saarweine Markus Molitors sind wie immer zu würdigen.
Die feinherben Rieslinge aus 2025 – etwa von Loersch – profitieren häufig von einer Balance zwischen Tiefe, reifer Säure und Frucht. Sehr erfolgreich war 2025 dann im süßen Segment. Rassige Kabinettrieslinge und Spätlesen entstanden beispielsweise an Saar und Ruwer. Was Othegraven, Cantzheim und Geltz-Zilliken geleistet haben, ist aller Ehren wert, weil die Weine der Saftigkeit eine bemerkenswerte Rasse gegenüberstellen. Die besten Ruwerrieslinge fügen noch eine kräuterige Würze hinzu: Maximin Grünhaus ist in diesem Bereich sicher führend, aber niemand sollte Weingüter wie die Karlsmühle oder von Beulwitz vergessen! Was den Karthäuserhof angeht, so wurde 2024 frostbedingt nur sehr wenig erzeugt; mit der Präsentation der 2025er wird man sich hier noch Zeit lassen. Eine Stärke dieses Jahrgangs sind, das lässt sich bei anderen Gütern bereits feststellen, sicher die Auslesen. Quer durch die Region wurden enorm saftige, aber dennoch frische, nicht übertrieben zuckrige Rieslinge geerntet. Markus Molitor hat eine ganze Palette von ihnen im Keller, Selbach-Oster ebenfalls. Bei anderen Betrieben blieb es bei einem oder zwei unterschiedlichen Süßweinen, aber auch die überzeugten: Ansgar Clüsserath und Franz-Josef Eifel sind nicht die einzigen. Beeren- und Trockenbeerenauslesen wie die von Christoph Eifel begeistern.
Immer bemerkenswerter werden die Rotweine des Anbaugebietes. Auf die von Markus Molitor muss man zwar noch warten (weder 2024er noch 2023er wurden dieses Mal gezeigt), doch anderswo haben die Winzer es immer besser raus, wie sich auch in diesem Bereich Balance erzielen lässt. Das Holz ist bei Axel Pauly besser eingebunden denn je (hier gelang auch der Blaufränkisch), die Dominikaner-Weingut-Spätburgunder werden mit etwas Reife immer besser. Apropos Dominikaner: Die aus diesem Betrieb vorgestellten Sekte begeistern ebenso wie das, was bei Nik Weis an der Mittelmosel in der Flasche vergärt; er zeigt, wie ein Moselweingut, das vor nicht allzu langer Zeit noch vor allem für süße sowie saftige trockene Weine bekannt war, Sortiment und Stilistik anpassen kann. Auch das Weingut Zum Eulenturm wartet, nicht zum ersten Mal, mit überzeugenden Sekten auf. An der Obermosel hat man ebenfalls erkannt, welches Potenzial für herausragende Schaumweine vorhanden ist: Was Hubertus M. Apel zeigt, kann mit der Spitze mithalten.
Die Moselwinzer konnten aus dem Jahrgang 2025 eine Fülle an hochwertigen Trauben ernten – und sehr viele Betriebe waren in der Lage, daraus überdurchschnittlich reife Rieslinge zu vinifizieren: von der Basis bis hinauf zu Großen Gewächsen oder Hochprädikaten. Saftig und vergleichsweise früh zugänglich sind die allermeisten Weine des Jahrgangs, quer durch alle Teile des Anbaugebietes. Was die trockene Basis angeht, so sind Betriebe wie Franzen oder Selbach-Oster, aber auch sehr viele andere hervorzuheben: Die Gutsrieslinge zeigen bei etlichen Winzern ein sehr beachtliches Niveau, auch mit den Vertretern von Sauvignon Blanc oder Weißburgunder, Chardonnay und Grauburgunder kann man sich vielfach gut und schnell anfreunden. Sehr empfehlenswerte Weine dieser Riesling-Alternativen entstanden nicht nur an der Obermosel (etwa bei Frieden-Berg), sondern auch anderswo in der Region.
Was die trockenen Spitzenrieslinge betrifft, gibt es ebenfalls viel Erfreuliches zu berichten. Bei Grans-Fassian und Schloss Lieser wurden sehr präsente Lagenweine der Großes Gewächs-Kategorie gefüllt, und die durchgegorenen Spitzen von Fritz Haag zeigen eine Präzision, die mit der vieler Rieslinge gleicher Kategorie aus anderen deutschen Anbaugebieten mithalten kann. Was etwa Franz-Josef Eifel in diesem Segment zu leisten versteht, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dass einige Betriebe erst 2024er vorstellten, die mit einer Mischung aus Würze und Finesse punkten, ist ebenfalls zu erwähnen. Nik Weis überzeugt mit seinem Layet, Wegeler hatte gleich mehrere 2024er im Sortiment, auch Kirsten-Liebieg und Clemens Busch sind in dieser Hinsicht zu loben. Was die Winzer der Saar angeht: Sie konnten aus 2025 trockene Spitzen mit einer bemerkenswerten Balance zwischen Druck und Finesse erzeugen. Cantzheim überzeugte komplett, Othegraven auch, und die 2025er Saarweine Markus Molitors sind wie immer zu würdigen.
Die feinherben Rieslinge aus 2025 – etwa von Loersch – profitieren häufig von einer Balance zwischen Tiefe, reifer Säure und Frucht. Sehr erfolgreich war 2025 dann im süßen Segment. Rassige Kabinettrieslinge und Spätlesen entstanden beispielsweise an Saar und Ruwer. Was Othegraven, Cantzheim und Geltz-Zilliken geleistet haben, ist aller Ehren wert, weil die Weine der Saftigkeit eine bemerkenswerte Rasse gegenüberstellen. Die besten Ruwerrieslinge fügen noch eine kräuterige Würze hinzu: Maximin Grünhaus ist in diesem Bereich sicher führend, aber niemand sollte Weingüter wie die Karlsmühle oder von Beulwitz vergessen! Was den Karthäuserhof angeht, so wurde 2024 frostbedingt nur sehr wenig erzeugt; mit der Präsentation der 2025er wird man sich hier noch Zeit lassen. Eine Stärke dieses Jahrgangs sind, das lässt sich bei anderen Gütern bereits feststellen, sicher die Auslesen. Quer durch die Region wurden enorm saftige, aber dennoch frische, nicht übertrieben zuckrige Rieslinge geerntet. Markus Molitor hat eine ganze Palette von ihnen im Keller, Selbach-Oster ebenfalls. Bei anderen Betrieben blieb es bei einem oder zwei unterschiedlichen Süßweinen, aber auch die überzeugten: Ansgar Clüsserath und Franz-Josef Eifel sind nicht die einzigen. Beeren- und Trockenbeerenauslesen wie die von Christoph Eifel begeistern.
Immer bemerkenswerter werden die Rotweine des Anbaugebietes. Auf die von Markus Molitor muss man zwar noch warten (weder 2024er noch 2023er wurden dieses Mal gezeigt), doch anderswo haben die Winzer es immer besser raus, wie sich auch in diesem Bereich Balance erzielen lässt. Das Holz ist bei Axel Pauly besser eingebunden denn je (hier gelang auch der Blaufränkisch), die Dominikaner-Weingut-Spätburgunder werden mit etwas Reife immer besser. Apropos Dominikaner: Die aus diesem Betrieb vorgestellten Sekte begeistern ebenso wie das, was bei Nik Weis an der Mittelmosel in der Flasche vergärt; er zeigt, wie ein Moselweingut, das vor nicht allzu langer Zeit noch vor allem für süße sowie saftige trockene Weine bekannt war, Sortiment und Stilistik anpassen kann. Auch das Weingut Zum Eulenturm wartet, nicht zum ersten Mal, mit überzeugenden Sekten auf. An der Obermosel hat man ebenfalls erkannt, welches Potenzial für herausragende Schaumweine vorhanden ist: Was Hubertus M. Apel zeigt, kann mit der Spitze mithalten.
Es ist schon erstaunlich, welchen Aufschwung die Weine von der Nahe in den letzten drei Jahrzehnten genommen haben. Noch in den achtziger Jahren gab es nur eine Handvoll Erzeuger mit guten Qualitäten. Helmut Dönnhoff war dann der Erste, der große Weine erzeugt hat. Heute brauchen die Top-Weine von hier den Vergleich mit keinem anderen deutschen Anbaugebiet zu scheuen, die besten edelsüßen Rieslinge gehören ebenso wie die besten trockenen Rieslinge Jahr für Jahr zur Spitze in Deutschland. Wobei heute, zumindest in der Spitze, die trockenen Weine deutlich wichtiger sind als die süßen und edelsüßen.
Aber gibt es ein klares Profil? Weiß der Verbraucher, was einen Nahewein ausmacht? Es gibt unterschiedliche Böden: Rotliegendes, Lehm, Porphyr, Quarzit, Schiefer, Kies, Löss. Alles auf kleinstem Raum. Am Boden also kann man den Nahewein nicht festmachen. Aber an der Rebsorte: Riesling.
Aus Riesling werden die besten Naheweine gemacht, auch wenn Riesling erst seit kurzem auf Platz eins der Rebsortenstatistik steht und „nur“ 29 Prozent der Rebfläche einnimmt. Aber es verwundert nicht, dass unter den großen Weinen der Nahe ausschließlich Riesling zu finden ist, mit dieser Rebsorte hat die Nahe sich bundesweit und auch im Ausland einen Namen gemacht. Auch wenn die Burgunder sich im letzten Jahrzehnt fest etabliert haben und stetig zugelegt haben, vor allem, aber nicht nur, an der „unteren“ Nahe, beispielsweise in Windesheim. Von der Weltklasse aber ist man noch ein Stück entfernt.
Anders beim Riesling: Alle zehn hier vorgestellten Weine sind Rieslinge, wobei die trockenen Weine (acht) klar dominieren im Vergleich zu den süßen und edelsüßen (zwei). Was natürlich auch daran liegt, dass es heute viel schwieriger ist Jahr für Jahr hochklassige edelsüße Selektionen zu erzeugen, und beispielsweise Eisweine, mit denen früher so mancher Nahe-Erzeuger brilliert hat, zur Rarität geworden sind. Eine Reihe von Weinen hat die Auswahl hauchdünn verpasst, bei den edelsüßen Weinen deshalb, weil sie nicht mehr regelmäßig erzeugt werden. Aber auch die weiteren, knapp gescheiterten Kandidaten – waren ausschließlich Rieslinge.
2025 ist ein mengenmäßig kleiner, qualitativ aber starker Jahrgang an der Nahe. Nach einem warmen Winter verlief der Vegetationsstart schwungvoll bei milden, eher trockenen Bedingungen; viel besser als im Vorjahr, wo der Frost Ende April die Winzer hart traf. Die Blüte im Juni zog sich wegen kühlerer Phasen zwar etwas hin, verlief insgesamt aber problemlos. Zwar wurden im Juni in Bad Kreuznach schon über 35 Grad gemessen, in der Summe wurde 2025 ein warmer, jedoch eher moderater Sommer mit ausreichenden Niederschlägen. Da die ersten Trauben schon Mitte August erntereif waren, begann die Lese früh. In den kühleren Lagen zog sich die Lese der Rieslinge bis Ende September/Anfang Oktober hin. Niederschläge im letzten September-Drittel erforderten eine penible Selektion.
Die Rieslinge zeigen sich aromatisch und rassig, gerade in den kühleren Lagen; hier blieb die Säure besonders gut erhalten. Sie haben jugendlichem Charme, aber auch sehr gutes Potenzial: von knackigen Kabinetten, über reife Lagenrieslinge und Große Gewächse bis hin zu frucht- und edelsüßen Qualitäten wird alles geboten. Wobei das qualitative Bild im edelsüßen Bereich eher etwas heterogen ist. Auch die weißen Burgundersorten sind trotz des warmen Jahrgangs frisch und fein, die Sauvignon Blancs aromatisch und saftig.
Neuentdeckungen gibt es nicht, dafür bei den bekannten Winzern einige spannende Entwicklungen. Das Demeter-Weingut Zwölberich aus Langenlonsheim ist weiter im Aufwind. Hier erzeugen Udo Preußger und sein Team eigenständige, feingliedrige Weiß- und Rotweine. Bei Zwölberich haben die Weine – sicher auch dank der Biodynamie – immer ausreichend Frische. Zwei Betriebe an der Nahe rücken qualitativ immer näher an die Gebietsspitze heran. Martin Korrells Weine sind durch die Bank hervorragend. Seine im großen Holz ausgebauten Spitzenrieslinge wirken eigenwillig und markant, zeigen präzisen Lagencharakter, haben Schmelz und Druck, wer den etwas reiferen Stil mag, ist hier bestens aufgehoben. Stetig besser werden auch die Weine von Marcus Hees, der aus seinen kühlen Lagen straffe, druckvolle Rieslinge und geschliffene Weißburgunder erzeugt, die eine klare Handschrift tragen; sein puristischer unfiltrierter 25/1-Riesling ist bemerkenswert „anders“.
Auch die Topweingüter sind in diesem Jahr stark. Frank Schönleber legt eine Kollektion hin, die auf jeder Ebene begeistert. Die Gutsweine sind vibrierend, die Großen Gewächse dramatisch, die frucht- und edelsüßen Rieslinge einzigartig. Tim Fröhlichs Kollektion ist die beste der letzten Jahre, alle Weine sind fein und geschliffen, neben den bekanntermaßen hervorragenden Rieslingen haben die weißen Burgunder eine starke Entwicklung genommen, sind ausgewogener denn je.
Top sind auch wieder die duftigen Rieslinge von Cornelius Dönnhoff, in denen man Filigranität, Frucht und Ausgewogenheit findet. In diesem Jahr wieder dabei ist Caroline Diel; sie präsentiert straffe 2024er Rieslinge und griffige 2023er Große Gewächse mit markanter Gerbstoffwürze. Bei allen Top-Betrieben darf man den Lagenweinen gerne etwas Zeit geben, denn sie besitzen viel Potenzial. Mit den 2025er Guts- und Ortsweinen lässt sich die Wartezeit gut überbrücken.
2025 ist ein mengenmäßig kleiner, qualitativ aber starker Jahrgang an der Nahe. Nach einem warmen Winter verlief der Vegetationsstart schwungvoll bei milden, eher trockenen Bedingungen; viel besser als im Vorjahr, wo der Frost Ende April die Winzer hart traf. Die Blüte im Juni zog sich wegen kühlerer Phasen zwar etwas hin, verlief insgesamt aber problemlos. Zwar wurden im Juni in Bad Kreuznach schon über 35 Grad gemessen, in der Summe wurde 2025 ein warmer, jedoch eher moderater Sommer mit ausreichenden Niederschlägen. Da die ersten Trauben schon Mitte August erntereif waren, begann die Lese früh. In den kühleren Lagen zog sich die Lese der Rieslinge bis Ende September/Anfang Oktober hin. Niederschläge im letzten September-Drittel erforderten eine penible Selektion.
Die Rieslinge zeigen sich aromatisch und rassig, gerade in den kühleren Lagen; hier blieb die Säure besonders gut erhalten. Sie haben jugendlichem Charme, aber auch sehr gutes Potenzial: von knackigen Kabinetten, über reife Lagenrieslinge und Große Gewächse bis hin zu frucht- und edelsüßen Qualitäten wird alles geboten. Wobei das qualitative Bild im edelsüßen Bereich eher etwas heterogen ist. Auch die weißen Burgundersorten sind trotz des warmen Jahrgangs frisch und fein, die Sauvignon Blancs aromatisch und saftig.
Neuentdeckungen gibt es nicht, dafür bei den bekannten Winzern einige spannende Entwicklungen. Das Demeter-Weingut Zwölberich aus Langenlonsheim ist weiter im Aufwind. Hier erzeugen Udo Preußger und sein Team eigenständige, feingliedrige Weiß- und Rotweine. Bei Zwölberich haben die Weine – sicher auch dank der Biodynamie – immer ausreichend Frische. Zwei Betriebe an der Nahe rücken qualitativ immer näher an die Gebietsspitze heran. Martin Korrells Weine sind durch die Bank hervorragend. Seine im großen Holz ausgebauten Spitzenrieslinge wirken eigenwillig und markant, zeigen präzisen Lagencharakter, haben Schmelz und Druck, wer den etwas reiferen Stil mag, ist hier bestens aufgehoben. Stetig besser werden auch die Weine von Marcus Hees, der aus seinen kühlen Lagen straffe, druckvolle Rieslinge und geschliffene Weißburgunder erzeugt, die eine klare Handschrift tragen; sein puristischer unfiltrierter 25/1-Riesling ist bemerkenswert „anders“.
Auch die Topweingüter sind in diesem Jahr stark. Frank Schönleber legt eine Kollektion hin, die auf jeder Ebene begeistert. Die Gutsweine sind vibrierend, die Großen Gewächse dramatisch, die frucht- und edelsüßen Rieslinge einzigartig. Tim Fröhlichs Kollektion ist die beste der letzten Jahre, alle Weine sind fein und geschliffen, neben den bekanntermaßen hervorragenden Rieslingen haben die weißen Burgunder eine starke Entwicklung genommen, sind ausgewogener denn je.
Top sind auch wieder die duftigen Rieslinge von Cornelius Dönnhoff, in denen man Filigranität, Frucht und Ausgewogenheit findet. In diesem Jahr wieder dabei ist Caroline Diel; sie präsentiert straffe 2024er Rieslinge und griffige 2023er Große Gewächse mit markanter Gerbstoffwürze. Bei allen Top-Betrieben darf man den Lagenweinen gerne etwas Zeit geben, denn sie besitzen viel Potenzial. Mit den 2025er Guts- und Ortsweinen lässt sich die Wartezeit gut überbrücken.
„Die Pfalz ist nach Rheinhessen das zweitgrößte deutsche Anbaugebiet mit etwa einem Viertel der gesamten deutschen Rebfläche. Riesling nimmt ein Viertel der Rebfläche ein, es folgen Dornfelder, Grauburgunder, Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Portugieser, Chardonnay und Sauvignon Blanc.
Die Weine der Mittelhaardt waren lange Zeit für das Renommee der ganzen Region Pfalz maßgeblich. Von Herxheim über Kallstadt nach Bad Dürkheim und dann weiter über Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bis nach Neustadt reihen sich weltberühmte Weinorte und Lagen aneinander. Die Mittelhaardt und die Weingüter hier stehen für Riesling.
Die Südpfalz ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Fokus geraten, vor allem mit Spätburgunder und Weißburgunder, aber natürlich auch mit Riesling. Auch ganz im Norden der Pfalz im Leiningerland haben die Weingüter anfangs mit Spätburgunder für Aufsehen gesorgt, aber heute trumpfen sie auch mit Riesling auf.
Es ist überraschend zu sehen, dass nur 20 Weine die Auswahlkriterien für dieses Buch erfüllen. Allerdings: Wären wir bei den Kriterien etwas „großzügiger“ gewesen bezüglich der Durchschnittsbewertungen der letzten zehn Jahrgänge, dann hätten deutlich mehr Pfälzer Weine diese Kriterien erfüllt, denn in der nächsten Kategorie, von uns intern Premier Cru genannt, findet sich mit 35 Weinen deutlich mehr Weine aus der Pfalz als aus jedem anderen deutschen Anbaugebiet.
Zwölf der hier vorgestellten Pfälzer Weine, und damit 60 Prozent, sind Rieslinge, ausschließlich trockene Weine, denn edelsüß hat in der Pfalz schon lange an Bedeutung verloren. Hinzu kommen sechs Spätburgunder und zwei Weißburgunder.
Auch bei den 35 weiteren Weinen, die die Kriterien knapp verfehlt haben, dominiert Riesling vor Spätburgunder, hinzu kommen weitere Weißburgunder, aber auch drei Chardonnay und eine rote Cuvée. Chardonnay ist gerade wie überall in Deutschland im Aufschwung, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der VDP Chardonnay für Große Gewächse in der Pfalz zulässt; bisher dürfen Große Gewächse ausschließlich aus den Rebsorten Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder sein.“
„Ende August 2025 begann die Weinlese in der Pfalz – und vier Wochen später war sie auch schon wieder vorbei. Die Hitze im August und Anfang September stellte die Weingüter vor logistische Herausforderungen, da alle Sorten gleichzeitig reif wurden. Einmal mehr war also das richtige Timing beim Erntezeitpunkt gefragt, zumal auch ab Mitte September Niederschläge einsetzten. Die Erntemengen waren dann zwar deutlich geringer als im Vorjahr und als im langjährigen Mittel, aber mit den Qualitäten konnten die Winzer in der Pfalz mehr als zufrieden sein: Die Trauben waren nicht nur kerngesund und konzentriert, auch die Mostgewichte waren hoch, was dazu geführt hat, dass viele 2025er Weißweine kräftiger als die Weine aus den Vorjahren geworden sind. Mit dem Nebeneffekt, dass viele der Weine jung schon sehr präsent und zugänglich sind, aber die Spitzen des Jahrgangs werden trotzdem hervorragend reifen.
Ein hervorragendes Reifepotential sehen wir beispielsweise bei den 2025er Rieslingen unseres Weinguts des Jahres in der Pfalz, noch nie fanden wir die Kollektion des mittlerweile von den Zwillingen Hans und Valentin Rebholz geführten Weinguts Rebholz in Siebeldingen so stark wie in diesem Jahr. Unser Aufsteiger des Jahres kommt dagegen aus der Nordpfalz, Jürgen Krebs aus Freinsheim überzeugt auf voller Linie, mit seinen Rieslingen und Spätburgundern, aber auch mit Chardonnay, Viognier und seiner roten Cuvée, nebenbei macht er auch noch den besten Blaufränkisch der Pfalz. Im Ilbesheimer Weingut Kranz setzt der mittlerweile in den Betrieb eingestiegene Junior Xaver Kranz entscheidende Akzente vor allem bei den Weißburgundern und den Rieslingen, die wir noch nie so hoch bewertet hatten.
Auch in diesem Jahr kehren einige Weingüter nach zum Teil sehr langen Pausen ins Buch zurück, das Wachenheimer Weingut Odinstal präsentiert uns eine der eigenständigsten Kollektionen der Pfalz, das Weingut Emil Bauer aus Nußdorf hat sich mit einem mittlerweile sehr mediterran anmutenden Rebsortenspiegel komplett neu erfunden und beim Zellertaler Biopionier Janson Bernhard setzt mit Alois Bernhard die nächste Generation neue Schwerpunkte. Und auch mit Bassermann-Jordan aus Deidesheim und dem Bioweingut Becker aus Ilbesheim begrüßen wir alte Bekannte zurück. Wie jedes Jahr gibt es aber auch einige Weingüter, deren Weine wir zum ersten Mal verkosten konnten, allen voran unsere Entdeckung des Jahres, Lukas Metz aus Meckenheim, der mit gerade einmal Mitte zwanzig sein eigenes Weingut gegründet hat und uns vor allem mit Spätburgunder, Chardonnay und Silvaner begeistert hat, aber auch in Sachen Sekt dürfte hier die nächsten Jahre einiges zu erwarten sein. Die weiteren Neuzugänge kommen alle aus der Südpfalz, Ellermann-Spiegel aus Kleinfischlingen überzeugt mit einem breit aufgestellten Programm und gekonnt im Holz ausgebauten Goldkapselweinen, von Anne-Christin Doll aus Gleiszellen-Gleishorbach haben wir den wohl besten Liter-Silvaner der Pfalz verkostet, das Weingut Wisser aus Billigheim-Ingenheim präsentiert eine kleine, sehr fruchtbetonte Kollektion.“
„Ende August 2025 begann die Weinlese in der Pfalz – und vier Wochen später war sie auch schon wieder vorbei. Die Hitze im August und Anfang September stellte die Weingüter vor logistische Herausforderungen, da alle Sorten gleichzeitig reif wurden. Einmal mehr war also das richtige Timing beim Erntezeitpunkt gefragt, zumal auch ab Mitte September Niederschläge einsetzten. Die Erntemengen waren dann zwar deutlich geringer als im Vorjahr und als im langjährigen Mittel, aber mit den Qualitäten konnten die Winzer in der Pfalz mehr als zufrieden sein: Die Trauben waren nicht nur kerngesund und konzentriert, auch die Mostgewichte waren hoch, was dazu geführt hat, dass viele 2025er Weißweine kräftiger als die Weine aus den Vorjahren geworden sind. Mit dem Nebeneffekt, dass viele der Weine jung schon sehr präsent und zugänglich sind, aber die Spitzen des Jahrgangs werden trotzdem hervorragend reifen.
Ein hervorragendes Reifepotential sehen wir beispielsweise bei den 2025er Rieslingen unseres Weinguts des Jahres in der Pfalz, noch nie fanden wir die Kollektion des mittlerweile von den Zwillingen Hans und Valentin Rebholz geführten Weinguts Rebholz in Siebeldingen so stark wie in diesem Jahr. Unser Aufsteiger des Jahres kommt dagegen aus der Nordpfalz, Jürgen Krebs aus Freinsheim überzeugt auf voller Linie, mit seinen Rieslingen und Spätburgundern, aber auch mit Chardonnay, Viognier und seiner roten Cuvée, nebenbei macht er auch noch den besten Blaufränkisch der Pfalz. Im Ilbesheimer Weingut Kranz setzt der mittlerweile in den Betrieb eingestiegene Junior Xaver Kranz entscheidende Akzente vor allem bei den Weißburgundern und den Rieslingen, die wir noch nie so hoch bewertet hatten.
Auch in diesem Jahr kehren einige Weingüter nach zum Teil sehr langen Pausen ins Buch zurück, das Wachenheimer Weingut Odinstal präsentiert uns eine der eigenständigsten Kollektionen der Pfalz, das Weingut Emil Bauer aus Nußdorf hat sich mit einem mittlerweile sehr mediterran anmutenden Rebsortenspiegel komplett neu erfunden und beim Zellertaler Biopionier Janson Bernhard setzt mit Alois Bernhard die nächste Generation neue Schwerpunkte. Und auch mit Bassermann-Jordan aus Deidesheim und dem Bioweingut Becker aus Ilbesheim begrüßen wir alte Bekannte zurück. Wie jedes Jahr gibt es aber auch einige Weingüter, deren Weine wir zum ersten Mal verkosten konnten, allen voran unsere Entdeckung des Jahres, Lukas Metz aus Meckenheim, der mit gerade einmal Mitte zwanzig sein eigenes Weingut gegründet hat und uns vor allem mit Spätburgunder, Chardonnay und Silvaner begeistert hat, aber auch in Sachen Sekt dürfte hier die nächsten Jahre einiges zu erwarten sein. Die weiteren Neuzugänge kommen alle aus der Südpfalz, Ellermann-Spiegel aus Kleinfischlingen überzeugt mit einem breit aufgestellten Programm und gekonnt im Holz ausgebauten Goldkapselweinen, von Anne-Christin Doll aus Gleiszellen-Gleishorbach haben wir den wohl besten Liter-Silvaner der Pfalz verkostet, das Weingut Wisser aus Billigheim-Ingenheim präsentiert eine kleine, sehr fruchtbetonte Kollektion.“
„Das Rheingau umfasst die Weinberge westlich von Wiesbaden bis hin nach Lorch und Lorchhausen, aber auch die Flächen an der Mündung des Mains in den Rhein. Der östliche Teil wird oft als Oberer Rheingau bezeichnet, der westliche als Unterer Rheingau. Die Böden bestehen in den höheren Lagen meist aus Schiefer, Quarzit, Kiesel und Sandstein, in den tiefer gelegenen Weinbergen findet man oft Sand und Löss.
Denkt man an das Rheingau, fallen einem nur zwei Rebsorten ein: Riesling und Spätburgunder. Mit 77 bzw. 12 Prozent Anteil dominieren sie die Weinberge, mit weitem Abstand folgen Weißburgunder und Grauburgunder. Früher hat man im Rheingau vor allem auf süßen und edelsüßen Riesling gesetzt, aber in den letzten Jahren ist, wie überall in Deutschland, trockener Riesling immer wichtiger geworden.
Das spiegelt sich auch in den Weinen hier wieder, die die Aufnahmekriterien erfüllt haben: Zehn trockenen Rieslingen stehen acht edelsüße Weine gegenüber, und dass die Zahl der edelsüßen Rieslinge noch so hoch ist, das ist fast ausschließlich einem Weingut zu verdanken, dem Kiedricher Weingut Robert Weil, das immer hoch Jahr für Jahr die ganze Palette an edelsüßen Weinen bis hin zur Trockenbeerenauslese erzeugt, und das gleich aus zwei Lagen, dem Gräfenberg und dem Turmberg.
Aber auch die trockenen Weine aus den beiden Lagen haben die Aufnahmekriterien erfüllt, wobei im trockenen Segment mit insgesamt fünf Weinen von drei Weingütern die Rüdesheimer Lagen Berg Rottland und Berg Schlossberg dominieren; hinzu kommen jeweils ein Riesling aus Mittelheimer St. Nikolaus, Oestricher Doosberg und Rauenthaler Nonnenberg. Nicht zu vergessen die Auslese von Schloss Johannisberg.
Beim Spätburgunder ist allein das noch recht junge Weingut Chat Sauvage vertreten, mit einem Wein aus dem Lorcher Schlossberg.“
„Es tut sich viel im Rheingau. Die Spitzenbetriebe haben einmal mehr grandiose Kollektionen, ob mit Riesling wie Weil, Kühn und Breuer, oder mit Pinot Noir wie Chat Sauvage. Diese Betriebe haben eine eigene Identität entwickelt, ihre Weine zeigen eine klare Handschrift, das ist das Geheimnis ihres Erfolges. Und das haben auch viel der jungen, aufstrebenden Betriebe erkannt. Es geht nicht darum einen erfolgreichen Betrieb zu kopieren, sondern darum selbst zu wissen, was man will und wo man hin will. Und das haben viel jüngere Winzer erkannt, die mit ganz starken Kollektionen aufwarten. So wie unsere Aufsteiger. Alexander Schregel in Rüdesheim setzt ganz auf Riesling und eine unverwechselbare Handschrift. Bei Philipp König steht Spätburgunder im Fokus in einem moderneren, frischeren Stil. Marius und Marcel Dillmann setzen auf Riesling und Spätburgunder, so wie auch Johannes Groß vom Weinhof Goldatzel, Clemens Rosenkranz vom Rebenhof in Hochheim bringt als dritte Rebsorte Chardonnay mit ins Spiel, bei all diesen Betrieben zeigt der Weg steil nach oben, Aber auch bei schon länger etablierten Weingütern sind Fortschritte zu erkennen, bei Julia Seyffardt in Martinsthal oder bei Rainer Flick und Tochter Katharina in Flörsheim-Wicker.
Einen eigenen Stil zeigen auch die Weine des Weinguts Eremita in Rauenthal, unserer Entdeckung des Jahres, auch Franz Georg Eger aus Oestrich-Winkel ist erstmals mit dabei. Aber auch bei den lange etablierten Betrieben stellen wir Fortschritte fest, die Kollektion von Wegeler ist stärker denn je, das gilt auch für Markus Bonsels und Monika Eichner vom Weingut Bibo Runge, Johannes Leitz hat die beste Kollektion der letzten Jahre, das gilt auch für die Familie Prinz, Urban Kaufmann hat seinen klar definierten Stil. Rheingau im Glück!“
„Es tut sich viel im Rheingau. Die Spitzenbetriebe haben einmal mehr grandiose Kollektionen, ob mit Riesling wie Weil, Kühn und Breuer, oder mit Pinot Noir wie Chat Sauvage. Diese Betriebe haben eine eigene Identität entwickelt, ihre Weine zeigen eine klare Handschrift, das ist das Geheimnis ihres Erfolges. Und das haben auch viel der jungen, aufstrebenden Betriebe erkannt. Es geht nicht darum einen erfolgreichen Betrieb zu kopieren, sondern darum selbst zu wissen, was man will und wo man hin will. Und das haben viel jüngere Winzer erkannt, die mit ganz starken Kollektionen aufwarten. So wie unsere Aufsteiger. Alexander Schregel in Rüdesheim setzt ganz auf Riesling und eine unverwechselbare Handschrift. Bei Philipp König steht Spätburgunder im Fokus in einem moderneren, frischeren Stil. Marius und Marcel Dillmann setzen auf Riesling und Spätburgunder, so wie auch Johannes Groß vom Weinhof Goldatzel, Clemens Rosenkranz vom Rebenhof in Hochheim bringt als dritte Rebsorte Chardonnay mit ins Spiel, bei all diesen Betrieben zeigt der Weg steil nach oben, Aber auch bei schon länger etablierten Weingütern sind Fortschritte zu erkennen, bei Julia Seyffardt in Martinsthal oder bei Rainer Flick und Tochter Katharina in Flörsheim-Wicker.
Einen eigenen Stil zeigen auch die Weine des Weinguts Eremita in Rauenthal, unserer Entdeckung des Jahres, auch Franz Georg Eger aus Oestrich-Winkel ist erstmals mit dabei. Aber auch bei den lange etablierten Betrieben stellen wir Fortschritte fest, die Kollektion von Wegeler ist stärker denn je, das gilt auch für Markus Bonsels und Monika Eichner vom Weingut Bibo Runge, Johannes Leitz hat die beste Kollektion der letzten Jahre, das gilt auch für die Familie Prinz, Urban Kaufmann hat seinen klar definierten Stil. Rheingau im Glück!“
„Rheinhessen ist mit über 27.000 Hektar Reben das größte deutsche Anbaugebiet. Bis in die neunziger Jahre war die Qualität der Weine alle andere als spektakulär, es wurden überwiegend Massenweine erzeugt, für In- und Ausland, die als Billigweine in den Regalen standen. Wichtig waren hohe Erträge und hohe Zuckergehalte, so dass seit den siebziger Jahren die Region von neugezüchteten Rebsorten dominiert war, die genau dafür standen.
Seither aber hat sich ein gewaltiger Wandel vollzogen in Rheinhessen und die Region hat sich vor allem mit Riesling profiliert, keine andere Region erzeugt heute so viele trockene Spitzen-Rieslinge wie Rheinhessen.
Dabei nimmt Riesling nicht einmal 20 Prozent der Weinberge ein, und auf den Plätzen dahinter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder, dann erst die Burgundersorten, die im letzten Jahrzehnt stark zugelegt haben: Grauburgunder, Weißburgunder, Spätburgunder und dahinter Chardonnay. Dazwischen liegt noch die einst wichtigste Rebsorte der Region, der Silvaner; der Fläche nach gibt es in Rheinhessen mehr Silvaner als in Franken, aber, anders als dort, gibt es nur wenige Erzeuger, die versuchen Silvaner im Top-Lagen-Segment zu platzieren.
20 der 28 rheinhessischen Weine, die die Auswahlkritierien für eine Aufnahme erfüllt haben, sind Rieslinge, und zwar ausschließlich trockene Rieslinge. Und trocken heißt in Rheinhessen, zumindest bei den Spitzenbetrieben, in der Regel durchgegoren. Und sie stammen von völlig unterschiedlichen Böden, von kalkgeprägten Lagen im Wonnegau oder im Welzbachtal, von Rotliegendem an der Rheinfront oder von vulkanischen Böden im Grenzgebiet zur Nahe-Region.
Neben Riesling rücken in den letzten Jahren auch die Burgundersorten immer mehr in den Fokus. Der VDP Rheinhessen hat neben Riesling bisher ausschließlich Spätburgunder als Rebsorte für die Erzeugung Großer Gewächse zugelassen. Vier rheinhessische Spätburgunder haben die Aufnahmekriterien erfüllt, weitere könnten in den kommenden Jahren folgen.
Chardonnay gewinnt, wie in ganz Deutschland, immer mehr an Bedeutung, und immerhin drei Weine stellen wir hier bereits vor, alle stammen von kalkdominierten Lagen; komplettiert wird die rheinhessische Auswahl durch einen Weißburgunder, der ebenfalls aus einer kalkreichen Lage stammt.“
Die Rebfläche bleibt im größten Weinbaugebiet Deutschlands erfreulicherweise weiterhin stabil. Ertragsmäßig war 2025 für Rheinhessen allerdings ein schwieriges Jahr: Keine andere Region musste größere Einbußen hinnehmen, entsprechend niedrig fiel die Erntemenge aus. Erfreulich ist, dass die geringeren Mengen der Qualität keinen Abbruch getan haben. Gerade die rheinhessischen Spitzen-Rieslinge haben sich in unseren Schlussverkostungen erneut eindrucksvoll behauptet. Zu den führenden Betrieben zählen dabei Wittmann, Bischel, Braunewell und Knewitz, doch auch Karl May, Weinreich, Thörle, Wagner-Stempel und Kissinger erreichen Spitzenniveau. Darüber hinaus finden sich auch bei zahlreichen weiteren Betrieben Rieslinge, die immer näher an die Spitze heranrücken.
Entscheidend für den Jahrgang war der Verlauf der Reife kurz vor der Lese. Da die Mostgewichte innerhalb kurzer Zeit stark anstiegen, war eine frühzeitige und zügige Ernte für die Erhaltung von Frische und Balance besonders wichtig. Die etablierten Spitzenweingüter haben diese Herausforderung sehr gut gemeistert und konnten feine, nicht übermäßig alkoholreiche Weine erzeugen. Bei manchen Betrieben führte der schnelle Reifeverlauf dagegen zu höheren Alkoholwerten und damit zu Weinen, die saftiger und fülliger ausfallen als in den vergangenen Jahren. Insgesamt präsentieren sich die 2025er bereits in der Jugend erstaunlich harmonisch. Gleichzeitig spricht die lebendige Säure für ein gutes Reifepotenzial. Auffällig ist zudem, dass uns in diesem Jahr wieder mehr Süßweine vorgestellt wurden. Besonders Wagner-Stempel, Thörle und Braunewell haben viele herausragende Weine vorgestellt.
Auch bei den Burgundersorten ist Rheinhessen inzwischen längst eine feste Größe – sowohl weiß als auch rot. Bei den Chardonnays haben sich Knewitz und Kissinger besonders hervorgetan, doch auch Wittmann und Milch präsentieren hochklassige Vertreter. Bei den Spätburgundern behaupteten sich vor allem die bekannten Spitzenproduzenten wie Thörle, Bischel und Knewitz mit starken Weinen.
Besonders erfreulich sind die Aufsteiger-Betriebe. Heiligenblut sowie Bianka und Daniel Schmitt sind auf 4 Sterne aufgestiegen und überzeugen mit eigenständigen Low Intervention-Weinen. Auch beim Weingut Weedenborn geht es weiter voran, die herausragenden und zugleich enorm reifefähigen Weine machen das Weingut zu unserem Aufsteiger des Jahres in Rheinhessen. Auch die internationalen Rebsorten entwickeln sich immer spannender. Peth-Wetz beeindruckt dabei mit einer außergewöhnlichen Bandbreite, aber auch Spiess (Riederbacher Hof) und Karl May präsentieren starke Rotweine aus internationalen Rebsorten. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Betriebe mit viel Potenzial, die in diesem Jahr besonders überzeugende Kollektionen vorgestellt haben. Dazu zählen unter anderem Lisa Bunn, Neef-Emmich und Franz.
Für eine besonders facettenreiche und qualitativ großartige Kollektion sowie die bemerkenswerte Konstanz der vergangenen Jahre zeichnen wir Wagner-Stempel als Weingut des Jahres in Rheinhessen aus. Rheinhessen ist inzwischen auch als bedeutende Sektregion etabliert. Raumland stellt Jahr für Jahr einige der besten Schaumweine Deutschlands vor. In diesem Jahr überzeugte auch Braunewell mit einer außergewöhnlich starken und breiten Kollektion, die deutschlandweit beste Sektkollektion. Zu den Neuaufnahmen zählen in diesem Jahr Ritzheim, Steigerhof und Hofmeister Einsfeld; hinzu kommt eine Reihe starker Comebacks mit Weingütern wie Neus, Strauch, Baum-Barth, Brüder Dr. Becker, Hemer, Dr. Koehler und Martinshof.
Die Rebfläche bleibt im größten Weinbaugebiet Deutschlands erfreulicherweise weiterhin stabil. Ertragsmäßig war 2025 für Rheinhessen allerdings ein schwieriges Jahr: Keine andere Region musste größere Einbußen hinnehmen, entsprechend niedrig fiel die Erntemenge aus. Erfreulich ist, dass die geringeren Mengen der Qualität keinen Abbruch getan haben. Gerade die rheinhessischen Spitzen-Rieslinge haben sich in unseren Schlussverkostungen erneut eindrucksvoll behauptet. Zu den führenden Betrieben zählen dabei Wittmann, Bischel, Braunewell und Knewitz, doch auch Karl May, Weinreich, Thörle, Wagner-Stempel und Kissinger erreichen Spitzenniveau. Darüber hinaus finden sich auch bei zahlreichen weiteren Betrieben Rieslinge, die immer näher an die Spitze heranrücken.
Entscheidend für den Jahrgang war der Verlauf der Reife kurz vor der Lese. Da die Mostgewichte innerhalb kurzer Zeit stark anstiegen, war eine frühzeitige und zügige Ernte für die Erhaltung von Frische und Balance besonders wichtig. Die etablierten Spitzenweingüter haben diese Herausforderung sehr gut gemeistert und konnten feine, nicht übermäßig alkoholreiche Weine erzeugen. Bei manchen Betrieben führte der schnelle Reifeverlauf dagegen zu höheren Alkoholwerten und damit zu Weinen, die saftiger und fülliger ausfallen als in den vergangenen Jahren. Insgesamt präsentieren sich die 2025er bereits in der Jugend erstaunlich harmonisch. Gleichzeitig spricht die lebendige Säure für ein gutes Reifepotenzial. Auffällig ist zudem, dass uns in diesem Jahr wieder mehr Süßweine vorgestellt wurden. Besonders Wagner-Stempel, Thörle und Braunewell haben viele herausragende Weine vorgestellt.
Auch bei den Burgundersorten ist Rheinhessen inzwischen längst eine feste Größe – sowohl weiß als auch rot. Bei den Chardonnays haben sich Knewitz und Kissinger besonders hervorgetan, doch auch Wittmann und Milch präsentieren hochklassige Vertreter. Bei den Spätburgundern behaupteten sich vor allem die bekannten Spitzenproduzenten wie Thörle, Bischel und Knewitz mit starken Weinen.
Besonders erfreulich sind die Aufsteiger-Betriebe. Heiligenblut sowie Bianka und Daniel Schmitt sind auf 4 Sterne aufgestiegen und überzeugen mit eigenständigen Low Intervention-Weinen. Auch beim Weingut Weedenborn geht es weiter voran, die herausragenden und zugleich enorm reifefähigen Weine machen das Weingut zu unserem Aufsteiger des Jahres in Rheinhessen. Auch die internationalen Rebsorten entwickeln sich immer spannender. Peth-Wetz beeindruckt dabei mit einer außergewöhnlichen Bandbreite, aber auch Spiess (Riederbacher Hof) und Karl May präsentieren starke Rotweine aus internationalen Rebsorten. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Betriebe mit viel Potenzial, die in diesem Jahr besonders überzeugende Kollektionen vorgestellt haben. Dazu zählen unter anderem Lisa Bunn, Neef-Emmich und Franz.
Für eine besonders facettenreiche und qualitativ großartige Kollektion sowie die bemerkenswerte Konstanz der vergangenen Jahre zeichnen wir Wagner-Stempel als Weingut des Jahres in Rheinhessen aus. Rheinhessen ist inzwischen auch als bedeutende Sektregion etabliert. Raumland stellt Jahr für Jahr einige der besten Schaumweine Deutschlands vor. In diesem Jahr überzeugte auch Braunewell mit einer außergewöhnlich starken und breiten Kollektion, die deutschlandweit beste Sektkollektion. Zu den Neuaufnahmen zählen in diesem Jahr Ritzheim, Steigerhof und Hofmeister Einsfeld; hinzu kommt eine Reihe starker Comebacks mit Weingütern wie Neus, Strauch, Baum-Barth, Brüder Dr. Becker, Hemer, Dr. Koehler und Martinshof.
Weinbau ist urkundlich seit dem 10. Jahrhundert in der Region belegt. Mit der Gründung von Kloster Pforta 1138 wurde der Weinanbau forciert, die erste Weinlage der Mönche, der Pfortenser Köppelberg, ist seit 1154 urkundlich belegt. Die meisten Weinberge im Weinbaugebiet Saale-Unstrut liegen in den Tälern der beiden gleichnamigen Flüsse. Daneben gibt es noch nennenswerten Weinbau an den Mansfelder Seen (dem Süßen See, sowie den kleineren Bruder- und Kernersee, zwischen Halle und Lutherstadt Eisleben). Das Gros der Weinberge liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt, aber auch die gut 100 Hektar Weinberge in Thüringen, wo ebenfalls seit tausend Jahren Wein angebaut wird, gehören zum Anbaugebiet Saale-Unstrut. Die wichtigsten Weinbauorte sind Naumburg und Freyburg.
Die Region besitzt ein eher kontinental geprägtes Klima mit kalten Wintern und recht warmen Sommern. Die Böden an Saale und Unstrut bestehen häufig aus Muschelkalk, teils auch aus Buntsandstein. Im Bereich der Mansfelder Seen wachsen die Reben auf Kupferschiefer.
Die Rebfläche hat sich in den letzten Jahren stetig erweitert, neue Weingüter wurden gegründet. Das Weingut Schloss Proschwitz aus Sachsen hat in Kromsdorf bei Weimar neue Weinberge angelegt in der historischen Lage Weimarer Poetenweg, wo der Boden aus Muschelkalk und Lössmergel besteht.
Die Rebfläche im Anbaugebiet Saale-Unstrut nimmt stetig zu, hat sich seit 1990 verdoppelt. Wichtigste Rebsorte ist Müller-Thurgau, gefolgt von Weißburgunder, Riesling und Silvaner. Während aber Müller-Thurgau und Weißburgunder zulegen, nimmt der Anteil des Silvaners ab. Dazu gibt es vor allem noch Bacchus, Kerner, Grauburgunder, Gutedel und Traminer. An roten Sorten, die auf 26 Prozent der Fläche angebaut werden, gibt es insbesondere Dornfelder, Portugieser – Portugieser war noch vor 30 Jahren quasi die einzige angebaute rote Rebsorte, wurde inzwischen aber von Dornfelder überholt – Spätburgunder, Regent, Zweigelt und Lemberger. Die Erträge im Anbaugebiet Saale-Unstrut sind auf Grund des Kontinentalklimas mit oft strengen Frösten recht starken Schwankungen unterworfen. Die Weine werden überwiegend trocken ausgebaut.
Nach einem problematischen Jahrgang 2024 mit spätfrostbedingt niedrigen Erträgen sind 2025 sowohl Menge als auch Qualität zufriedenstellend, die Weine sind fruchtbetont und frisch bei moderatem Alkohol.
Zwei neue Weingüter stellen wir dieses Jahr vor, und beide kommen aus Brandenburg. Brandenburg ist kein eigenes Anbaugebiet, und kleiner Rebflächen außerhalb einer weingesetzlich anerkannten Region, werden dem nächstgelegenen etabliert Anbaugebiet zugerechnet; die Weine dürfen allerdings nicht den Namen Saale-Unstrut tragen sondern kommen als Landwein in den Verkauf.
Der aus der Pfalz stammende Joachim Swillus bewirtschaftet in Werder an der Havel mehrere Weinberge, darunter der Alte Weinberg in Neu Töplitz. Rico Leonhardt baut Wein in Bad Liebenwerda an, neben historischen Rebsorten baut er Piwis, Silvaner und Kerner an.
Marika und Sandro Sperk vom Weingut Böhme & Töchter in Gleina bestätigen ebenso wie Matthias Hey aus Naumburg den starken Eindruck des vergangenen Jahres, Hey vor allem mit Riesling, Böhme & Töchter mit Weißburgunder, und Bernhard Pawis aus dem Freyburger Ortsteil Zscheiplitz zeigt dieses Jahr, dass er bei beiden Rebsorten ganz oben mitspielen kann.
Nach einem problematischen Jahrgang 2024 mit spätfrostbedingt niedrigen Erträgen sind 2025 sowohl Menge als auch Qualität zufriedenstellend, die Weine sind fruchtbetont und frisch bei moderatem Alkohol.
Zwei neue Weingüter stellen wir dieses Jahr vor, und beide kommen aus Brandenburg. Brandenburg ist kein eigenes Anbaugebiet, und kleiner Rebflächen außerhalb einer weingesetzlich anerkannten Region, werden dem nächstgelegenen etabliert Anbaugebiet zugerechnet; die Weine dürfen allerdings nicht den Namen Saale-Unstrut tragen sondern kommen als Landwein in den Verkauf.
Der aus der Pfalz stammende Joachim Swillus bewirtschaftet in Werder an der Havel mehrere Weinberge, darunter der Alte Weinberg in Neu Töplitz. Rico Leonhardt baut Wein in Bad Liebenwerda an, neben historischen Rebsorten baut er Piwis, Silvaner und Kerner an.
Marika und Sandro Sperk vom Weingut Böhme & Töchter in Gleina bestätigen ebenso wie Matthias Hey aus Naumburg den starken Eindruck des vergangenen Jahres, Hey vor allem mit Riesling, Böhme & Töchter mit Weißburgunder, und Bernhard Pawis aus dem Freyburger Ortsteil Zscheiplitz zeigt dieses Jahr, dass er bei beiden Rebsorten ganz oben mitspielen kann.
Weinbau in Sachsen wurde urkundlich erstmals 1161 erwähnt. Im ausgehenden Mittelalter (15. Jahrhundert) waren wohl etwa 4.000 Hektar in ganz Sachsen mit Reben bepflanzt, im 17. Jahrhundert sollen es 5.000 Hektar gewesen sein. 1840 gab es noch 1636 Hektar Reben, danach ging die Rebfläche dramatisch zurück. Dieser Rückgang begann schon vor dem Reblausbefall (ab 1887) durch die Industrialisierung, die den Weinbau als Wirtschaftsfaktor für Sachsen bedeutungslos werden ließ, die Ausdehnung der Hauptstadt und der Verkauf von Weinbergen als Bauland taten ein Übriges. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur noch ganze 60 Hektar Reben in Sachsen. Seit den Fünfziger Jahren aber haben vor allem Nebenerwerbswinzer dafür gesorgt, dass die Rebfläche nach und nach bis auf die heutige Größe anwuchs.
Der größte Teil der Weinberge wird von Nebenerwerbswinzern bewirtschaftet, die in der Winzergenossenschaft Meißen zusammengeschlossen sind. Drei große Betriebe zeichnen zusammen für drei Viertel allen sächsischen Weins verantwortlich: Die Sächsische Winzergenossenschaft in Meißen, das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth und Schloss Proschwitz.
Sachsen besitzt ein Kontinentalklima mit kalten Wintern und der Gefahr von Frühjahrsfrösten, aber recht heißen Sommern mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Das Haupt-Weinanbaugebiet in Sachsen liegt entlang der Elbe, flussabwärts von Pirna bis Diesbar. Die wichtigsten Weinbauzentren sind Radebeul (mit den Einzellagen Johannisberg, Goldener Wagen und Steinrücken) und Meißen (Einzellagen Kapitelberg, Ratsweinberg, Rosengründchen und Klausenberg, dazu Schloss Proschwitz und Proschwitzer Katzensprung). Daneben gibt es kleinere Weinbauflächen an der Schwarzen Elster (bei Jessen, Kleindröben im Bundesland Sachsen-Anhalt und bei Schlieben im Bundesland Brandenburg), die weinbaupolitisch zur Region Sachsen zählen, ebenso wie weitere neu angelegte Flächen in Brandenburg (Luckau, Ortrand, Neuzelle, Schenkendöbern).
Das Elbtal ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher geologischer Formationen. Hauptsächlich herrschen Granit-Syenit-Verwitterungsböden vor, aber man findet auch Sandstein, Löss, verschiedene Tonarten und Flusssand. Gut die Hälfte der Weinberge befindet sich in Hang- und Steillagen, wo die Weinberge oft in Terrassen angelegt sind.
Die wichtigsten Rebsorten sind Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder. Es folgen an weißen Sorten Grauburgunder, Traminer, Kerner, Goldriesling, Scheurebe, Bacchus, Elbling, Solaris und Gutedel, etwas Kernling und Morio-Muskat. Aber auch rote Sorten (19 Prozent der Fläche) findet man immer häufiger, allen voran Spätburgunder und Dornfelder, aber auch Regent, Frühburgunder, Portugieser, Domina, Dunkelfelder und Schwarzriesling. Es zeichnet sich ein Trend ab hin zu den Burgundersorten. Die Weine werden überwiegend trocken ausgebaut, gesetzlich trocken, durchgegorene Weine sind selten geworden. Absatzprobleme gibt es keine, und so ist es nicht verwunderlich, dass man für sächsischen Wein hohe Preise zahlen muss und man ihn selten außerhalb der Region findet.
Weinbau in Sachsen wurde urkundlich erstmals 1161 erwähnt. Im ausgehenden Mittelalter (15. Jahrhundert) waren wohl etwa 4.000 Hektar in ganz Sachsen mit Reben bepflanzt, im 17. Jahrhundert sollen es 5.000 Hektar gewesen sein. 1840 gab es noch 1636 Hektar Reben, danach ging die Rebfläche dramatisch zurück. Dieser Rückgang begann schon vor dem Reblausbefall (ab 1887) durch die Industrialisierung, die den Weinbau als Wirtschaftsfaktor für Sachsen bedeutungslos werden ließ, die Ausdehnung der Hauptstadt und der Verkauf von Weinbergen als Bauland taten ein Übriges. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur noch ganze 60 Hektar Reben in Sachsen. Seit den Fünfziger Jahren aber haben vor allem Nebenerwerbswinzer dafür gesorgt, dass die Rebfläche nach und nach bis auf die heutige Größe anwuchs.
Der größte Teil der Weinberge wird von Nebenerwerbswinzern bewirtschaftet, die in der Winzergenossenschaft Meißen zusammengeschlossen sind. Drei große Betriebe zeichnen zusammen für drei Viertel allen sächsischen Weins verantwortlich: Die Sächsische Winzergenossenschaft in Meißen, das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth und Schloss Proschwitz.
Sachsen besitzt ein Kontinentalklima mit kalten Wintern und der Gefahr von Frühjahrsfrösten, aber recht heißen Sommern mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Das Haupt-Weinanbaugebiet in Sachsen liegt entlang der Elbe, flussabwärts von Pirna bis Diesbar. Die wichtigsten Weinbauzentren sind Radebeul (mit den Einzellagen Johannisberg, Goldener Wagen und Steinrücken) und Meißen (Einzellagen Kapitelberg, Ratsweinberg, Rosengründchen und Klausenberg, dazu Schloss Proschwitz und Proschwitzer Katzensprung). Daneben gibt es kleinere Weinbauflächen an der Schwarzen Elster (bei Jessen, Kleindröben im Bundesland Sachsen-Anhalt und bei Schlieben im Bundesland Brandenburg), die weinbaupolitisch zur Region Sachsen zählen, ebenso wie weitere neu angelegte Flächen in Brandenburg (Luckau, Ortrand, Neuzelle, Schenkendöbern).
Das Elbtal ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher geologischer Formationen. Hauptsächlich herrschen Granit-Syenit-Verwitterungsböden vor, aber man findet auch Sandstein, Löss, verschiedene Tonarten und Flusssand. Gut die Hälfte der Weinberge befindet sich in Hang- und Steillagen, wo die Weinberge oft in Terrassen angelegt sind.
Die wichtigsten Rebsorten sind Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder. Es folgen an weißen Sorten Grauburgunder, Traminer, Kerner, Goldriesling, Scheurebe, Bacchus, Elbling, Solaris und Gutedel, etwas Kernling und Morio-Muskat. Aber auch rote Sorten (19 Prozent der Fläche) findet man immer häufiger, allen voran Spätburgunder und Dornfelder, aber auch Regent, Frühburgunder, Portugieser, Domina, Dunkelfelder und Schwarzriesling. Es zeichnet sich ein Trend ab hin zu den Burgundersorten. Die Weine werden überwiegend trocken ausgebaut, gesetzlich trocken, durchgegorene Weine sind selten geworden. Absatzprobleme gibt es keine, und so ist es nicht verwunderlich, dass man für sächsischen Wein hohe Preise zahlen muss und man ihn selten außerhalb der Region findet.
Nach den starken Frostschäden im Jahr 2024 brachte 2025 eine normale Ernte mit zufriedenstellender Menge, und auch die Qualität ist gut, trotz starker Regenfälle während der Ernte im September, wobei durch das kühle Wetter die Alkoholwerte moderat blieben, die Weine sind überwiegend lebhaft, klar und frisch dank feiner Säure.
Eine spannende Neuentdeckung können wir vermelden mit Johannes Zwicker und seiner Weinmanufaktur in Jessen an der Schwarzen Elster, wo es, nachdem der Weinbau fast ganz verschwunden war, heute wieder 15 Hektar Reben am Jessener Gorrenberg gibt. Johannes Zwicker präsentiert eine überzeugende Kollektion, sein spannendster Wein ist – ein Sauvignon Blanc!
Das Weinhandwerk Meißen hatte im vergangenen Jahr ausgesetzt wegen der sehr geringen Menge, ist nun wieder mit an Bord und präsentiert sich besser denn je, punktet insbesondere mit Weißburgunder und Scheurebe aus der Gründerzeit-Linie.
Das Weingut Schloss Proschwitz hat neben Weinen der Jahrgänge 2022 und 2023 auch schon die Erste Lage-Weine des Jahrgangs 2025 präsentiert, unter denen uns der Riesling vom Seußlitzer Closterberg besonders gut gefallen hat, was zeigt, dass diese Lage nicht nur für Traminer spannend ist. In der Lage Schloss Proschwitz stehen die Großen Gewächse von Weißburgunder und Spätburgunder an der Spitze.
Nach den starken Frostschäden im Jahr 2024 brachte 2025 eine normale Ernte mit zufriedenstellender Menge, und auch die Qualität ist gut, trotz starker Regenfälle während der Ernte im September, wobei durch das kühle Wetter die Alkoholwerte moderat blieben, die Weine sind überwiegend lebhaft, klar und frisch dank feiner Säure.
Eine spannende Neuentdeckung können wir vermelden mit Johannes Zwicker und seiner Weinmanufaktur in Jessen an der Schwarzen Elster, wo es, nachdem der Weinbau fast ganz verschwunden war, heute wieder 15 Hektar Reben am Jessener Gorrenberg gibt. Johannes Zwicker präsentiert eine überzeugende Kollektion, sein spannendster Wein ist – ein Sauvignon Blanc!
Das Weinhandwerk Meißen hatte im vergangenen Jahr ausgesetzt wegen der sehr geringen Menge, ist nun wieder mit an Bord und präsentiert sich besser denn je, punktet insbesondere mit Weißburgunder und Scheurebe aus der Gründerzeit-Linie.
Das Weingut Schloss Proschwitz hat neben Weinen der Jahrgänge 2022 und 2023 auch schon die Erste Lage-Weine des Jahrgangs 2025 präsentiert, unter denen uns der Riesling vom Seußlitzer Closterberg besonders gut gefallen hat, was zeigt, dass diese Lage nicht nur für Traminer spannend ist. In der Lage Schloss Proschwitz stehen die Großen Gewächse von Weißburgunder und Spätburgunder an der Spitze.
Württemberg ist der Fläche nach das viertgrößte deutsche Weinbaugebiet. Hier werden drei Viertel der Ernte über Genossenschaften vermarktet. Neben der Ahr ist Württemberg das einzige deutsche Anbaugebiet, in dem mehr rote als weiße Trauben angebaut werden, 70 Prozent. Wichtigste rote Rebsorte und Württemberger Spezialität ist der Trollinger, der 20 Prozent der Fläche einnimmt. Weitere bedeutende Rotweinsorten sind Lemberger (in Österreich Blaufränkisch genannt), Schwarzriesling (der „Pinot Meunier“ der Champagne) und Spätburgunder. Hinzu kommen Spezialitäten wie Samtrot, Clevner oder Muskattrollinger. Vor allem im Remstal findet man immer häufiger auch Zweigelt und Merlot.
Bei den weißen Sorten dominiert der Riesling, der knapp 19 Prozent der gesamten Rebfläche einnimmt, aber in den letzten Jahren etwas an Boden verloren hat. Hinzu kommen, mit weitem Abstand, Kerner, Müller-Thurgau und Silvaner. In letzter Zeit findet man auch immer häufiger Weiß- und Grauburgunder, sowie Chardonnay. Auch Sauvignon Blanc wird inzwischen von einigen Weingütern mit viel Erfolg angebaut, vor allem im Remstal.
Vor allem mit ihren Rotweinen haben Württemberger Winzer in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt. Mit Spätburgunder und Lemberger, mehr noch aber mit Cuvées. Dazu kristallisieren sich Zweigelt und Merlot immer mehr als interessante Spezialitäten heraus. Bei den Weißweinen haben Württemberger Rieslinge es schwer. Nicht wegen ihrer Qualität, sondern vor allem deshalb, weil sie nicht dem von Rhein und Mosel geprägten Geschmacksbild entsprechen. Außerhalb Württembergs wenig bekannt sind edelsüße Weine aus Württemberg, die immer wieder ganz hervorragend ausfallen.
„Württemberg ist der Fläche nach das viertgrößte deutsche Weinbaugebiet. Hier werden drei Viertel der Ernte über Genossenschaften vermarktet. Neben der Ahr ist Württemberg das einzige deutsche Anbaugebiet, in dem mehr rote als weiße Trauben angebaut werden.
Vor allem mit ihren Rotweinen haben Württemberger Winzer in den vergangenen Jahren für Furore gesorgt. Mit Spätburgunder und Lemberger – international und auch in anderen deutschen Anbaugebieten meist Blaufränkisch genannt – sowie mit Cuvées. Bei den weißen Sorten dominiert Riesling, aber Württemberger Rieslinge haben es außerhalb Württembergs schwer. Nicht wegen ihrer Qualität, sondern vor allem deshalb, weil sie nicht dem von Rhein und Mosel geprägten Geschmacksbild entsprechen.
Weine von fünf verschiedenen Rebsorten haben ausreichend hohe Bewertungen erhalten um als Ikonenwein oder Grand Cru klassifiziert zu werden: 8 Lemberger, 5 Rieslinge, 3 Spätburgunder und jeweils ein Weißburgunder und Chardonnay, also 11 Rotweine und 7 Weißweine, was in etwa auch dem prozentualen Anteil von weißen und roten Rebsorten in den Württemberger Weinbergen entspricht.
In der Kategorie der Ikonenweine finden sich ausschließlich Riesling und Spätburgunder – kein Lemberger, was vor allem daran liegt, dass Lemberger erst im letzten Jahrzehnt qualitativ stark zugelegt haben, heute deutlich eleganter und komplexer sind: Noch kein Lemberger, müsste man korrekterweise formulieren.
Das Gros der Weine stammt aus dem Remstal, wo durch die starke regionale Konkurrenz die Spitzenbetriebe sich immer weiter zu neuen Höchstleistungen antreiben. Die Weine, die nicht aus dem Remstal kommen, stammen von nur zwei Winzern, Christian Dautel in Bönnigheim und Rainer Wachtstetter in Pfaffenhofen.
Eine Reihe von Weinen, die bei unseren Verkostungen in den letzten Jahren Spitzenbewertungen erhalten haben, werden hier nicht vorgestellt, weil sie schlicht an einem der Auswahlkriterien scheitern: Es gibt noch keine zehn Jahrgänge.“
Schon im vergangenen Jahr haben wir an gleicher Stelle geschrieben, dass die aktuelle Krise in Deutschland Württemberg besonders schwer trifft, denn der Genossenschaftsanteil ist sehr hoch und der genossenschaftliche Sektor steht besonders stark unter Druck. Die aktuellen Zahlen belegen dies nun eindrucksvoll: In keiner anderen deutschen Weinbauregion ging im vergangenen Jahr so viel Rebfläche verloren wie in Württemberg.
Umso mehr freut es uns, dass wir dieses Jahr neun Betriebe mehr vorstellen als noch vor einem Jahr, sowohl Weingüter als auch Genossenschaften, verteilt über das ganze Anbaugebiet.
Gleich vier Genossenschaften stellen wir erstmals vor: Das sind die Weinkellerei Hohenlohe in Bretzfeld mit ihrer Marke Fürstenfass, das Lembergerland in Vaihingen-Rosswag, die Remstalkellerei in Weinstadt und die Winzer vom Weinsberger Tal in Löwenstein.
Aber auch private Weingüter sind neu mit dabei. Das Weingut Pfisterer in Bretzfeld hat uns ganz besonders überzeugt mit einer sehr gleichmäßigen Kollektion – unsere Entdeckung des Jahres in Württemberg. Jörg Reichert in Erligheim punktet vor allem mit Lemberger, Josef Hornstein in Nonnenhorn mit gereiften Weinen, und bei Schloss Affaltrach dreht sich alles um Sekt.
Aufsteiger des Jahres ist Sabrina Roth in Happenbach, einem Teilort von Abstatt, die kraftvolle, auf Haltbarkeit vinifizierte Lagen-Weißweine und einen opulenten Blaufränkisch erzeugt, aber auch einen wunderschön reintönigen Grüner Veltliner. Auch am Bodensee gibt die junge Winzergeneration weiter Gas, Jonas Kurek startet durch, aber auch Teresa Deufel und Clemens Hendriks gehören zu den Aufsteigern.
Im Remstal geht es bei Doreas, Johannes Bauerle und Sterneisen weiter voran, in Stuttgart bei unserer Entdeckung des vergangenen Jahres, bei Claudio Wieder, in Tübingen bei Sabine Koch und in Stetten am Heuchelberg bei Will & Würz.
Bei allen Rebsorten und Kategorien sind Württemberger Weingüter in der bundesweiten Spitze vertreten. Beim Riesling haben sie in unseren Schlussverkostungen eine starke Rolle gespielt, Hans-Peter Wöhrwag ist besser denn je, Hansjörg und Matthias Aldinger sind ganz oben mit dabei, aber auch Rainer Schnaitmann, Moritz Haidle und Markus Heid ebenso wie Christian Dautel und Leon Gold.
Bei Weißburgunder sind Christian Dautel, Hans-Peter Wöhrwag und Jonas Kurek topp, bei Grauburgunder Rainer Schnaitmann. Chardonnay ist immer stärker im Kommen, in Württemberg wie in ganz Deutschland, Aldinger, Dautel und Kurek sind derzeit die führenden Württemberger Betriebe, auch Maximilian Kusterer, Michael Maier, Simon Hornstein vom Seehaldenhof und Jens Zimmerle haben sich sehr gut platziert.
Beim Sauvignon Blanc ist Rainer Schnaitmann mit seinem Bergmandel topp, Christoph Klopfer mit seinem Sauvignon Gris, auch Aldinger, Escher, Wöhrwag und Zimmerle haben ganz starke Weine.
Beim Lemberger ist es klar, dass Württemberg Spitze ist, die Qualität legt stetig zu. Rainer Wachtstetter und Moritz Haidle haben uns dieses Jahr ganz besonders beeindruckt, aber auch Christian Escher, Markus Heid, Hans-Peter Wöhrwag und andere mehr.
Bei den roten Cuvées hatten wir die GJA Reserve der Brüder Aldinger ganz oben, dazu Wunderwerk und Meisterwerk von Christian Escher und Modus-K von Christoph Klopfer.
Die besten Württemberg Spätburgunder des Jahres sind Lämmler von Markus Heid, Seehalde und Gundelsberg von Jonas Kurek, Neckarhalde von Maximilian Kusterer, dazu Schupen von Christian Dautel und Lämmler von Rainer Schnaitmann.
Die Vielfalt an roten Rebsorten ist sehr groß in Württemberg, das Weingut Jürgen Ellwanger trumpft mit Zweigelt auf, Christian Escher, Michael Maier und Jens Zimmerle mit Cabernet Franc, Gerd Keller und Markus Heid mit Syrah.
Das Preisniveau ist vielerorts moderat, im Vergleich zu anderen Anbaugebieten, so haben beispielsweise die beiden eben genannten Syrah von uns einen Smiley erhalten für ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
Als Fazit kann man festhalten, dass das Qualitätsniveau hoch ist in Württemberg und viel Betriebe weiter an der Qualitätsschraube drehen, dazu gehören auch viele Genossenschaften. Nur dass gerade viele Genossenschaften immer noch glauben ihre Spitzenweine in ganz besonders schwere Flaschen stecken zu müssen, ist absolut nicht mehr zeitgemäß.
Schon im vergangenen Jahr haben wir an gleicher Stelle geschrieben, dass die aktuelle Krise in Deutschland Württemberg besonders schwer trifft, denn der Genossenschaftsanteil ist sehr hoch und der genossenschaftliche Sektor steht besonders stark unter Druck. Die aktuellen Zahlen belegen dies nun eindrucksvoll: In keiner anderen deutschen Weinbauregion ging im vergangenen Jahr so viel Rebfläche verloren wie in Württemberg.
Umso mehr freut es uns, dass wir dieses Jahr neun Betriebe mehr vorstellen als noch vor einem Jahr, sowohl Weingüter als auch Genossenschaften, verteilt über das ganze Anbaugebiet.
Gleich vier Genossenschaften stellen wir erstmals vor: Das sind die Weinkellerei Hohenlohe in Bretzfeld mit ihrer Marke Fürstenfass, das Lembergerland in Vaihingen-Rosswag, die Remstalkellerei in Weinstadt und die Winzer vom Weinsberger Tal in Löwenstein.
Aber auch private Weingüter sind neu mit dabei. Das Weingut Pfisterer in Bretzfeld hat uns ganz besonders überzeugt mit einer sehr gleichmäßigen Kollektion – unsere Entdeckung des Jahres in Württemberg. Jörg Reichert in Erligheim punktet vor allem mit Lemberger, Josef Hornstein in Nonnenhorn mit gereiften Weinen, und bei Schloss Affaltrach dreht sich alles um Sekt.
Aufsteiger des Jahres ist Sabrina Roth in Happenbach, einem Teilort von Abstatt, die kraftvolle, auf Haltbarkeit vinifizierte Lagen-Weißweine und einen opulenten Blaufränkisch erzeugt, aber auch einen wunderschön reintönigen Grüner Veltliner. Auch am Bodensee gibt die junge Winzergeneration weiter Gas, Jonas Kurek startet durch, aber auch Teresa Deufel und Clemens Hendriks gehören zu den Aufsteigern.
Im Remstal geht es bei Doreas, Johannes Bauerle und Sterneisen weiter voran, in Stuttgart bei unserer Entdeckung des vergangenen Jahres, bei Claudio Wieder, in Tübingen bei Sabine Koch und in Stetten am Heuchelberg bei Will & Würz.
Bei allen Rebsorten und Kategorien sind Württemberger Weingüter in der bundesweiten Spitze vertreten. Beim Riesling haben sie in unseren Schlussverkostungen eine starke Rolle gespielt, Hans-Peter Wöhrwag ist besser denn je, Hansjörg und Matthias Aldinger sind ganz oben mit dabei, aber auch Rainer Schnaitmann, Moritz Haidle und Markus Heid ebenso wie Christian Dautel und Leon Gold.
Bei Weißburgunder sind Christian Dautel, Hans-Peter Wöhrwag und Jonas Kurek topp, bei Grauburgunder Rainer Schnaitmann. Chardonnay ist immer stärker im Kommen, in Württemberg wie in ganz Deutschland, Aldinger, Dautel und Kurek sind derzeit die führenden Württemberger Betriebe, auch Maximilian Kusterer, Michael Maier, Simon Hornstein vom Seehaldenhof und Jens Zimmerle haben sich sehr gut platziert.
Beim Sauvignon Blanc ist Rainer Schnaitmann mit seinem Bergmandel topp, Christoph Klopfer mit seinem Sauvignon Gris, auch Aldinger, Escher, Wöhrwag und Zimmerle haben ganz starke Weine.
Beim Lemberger ist es klar, dass Württemberg Spitze ist, die Qualität legt stetig zu. Rainer Wachtstetter und Moritz Haidle haben uns dieses Jahr ganz besonders beeindruckt, aber auch Christian Escher, Markus Heid, Hans-Peter Wöhrwag und andere mehr.
Bei den roten Cuvées hatten wir die GJA Reserve der Brüder Aldinger ganz oben, dazu Wunderwerk und Meisterwerk von Christian Escher und Modus-K von Christoph Klopfer.
Die besten Württemberg Spätburgunder des Jahres sind Lämmler von Markus Heid, Seehalde und Gundelsberg von Jonas Kurek, Neckarhalde von Maximilian Kusterer, dazu Schupen von Christian Dautel und Lämmler von Rainer Schnaitmann.
Die Vielfalt an roten Rebsorten ist sehr groß in Württemberg, das Weingut Jürgen Ellwanger trumpft mit Zweigelt auf, Christian Escher, Michael Maier und Jens Zimmerle mit Cabernet Franc, Gerd Keller und Markus Heid mit Syrah.
Das Preisniveau ist vielerorts moderat, im Vergleich zu anderen Anbaugebieten, so haben beispielsweise die beiden eben genannten Syrah von uns einen Smiley erhalten für ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.
Als Fazit kann man festhalten, dass das Qualitätsniveau hoch ist in Württemberg und viel Betriebe weiter an der Qualitätsschraube drehen, dazu gehören auch viele Genossenschaften. Nur dass gerade viele Genossenschaften immer noch glauben ihre Spitzenweine in ganz besonders schwere Flaschen stecken zu müssen, ist absolut nicht mehr zeitgemäß.